• English •    • Home • Events • Lehre • Mitarbeiter/innen • Projekte • Links • Kontakt •      
  • Environmental History Database Austria •  Danube Environmental History Initiative •  
  Zentrum für Umweltgeschichte  
  Events        
           
 

13. Minisymposium des Zentrums für Umweltgeschichte

Umweltgeschichte im Dialog: Historische Gärten in Österreich von der Renaissance bis um 1930.
Ein kurzer Bericht zur Erforschung der österreichischen Gartengeschichte

Eva Berger
Institut für Landschaftsplanung und Gartenkunst, TU Wien

Place / Ort: IFF, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, 6. Stock, Seminarraum 6.
Time / Zeit: Mittwoch, 20. Dezember 2006, 18:00 - 20:00

Details >>

12. Minisymposium des Zentrums für Umweltgeschichte

Umweltgeschichte im Dialog: Interaktionen von Kultur und Umwelt aus kultur- und sozialanthropologischer Sicht

Andre Gingrich
Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien

Place / Ort: IFF, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, Seminarraum 3, 3. Stock
Time / Zeit: Dienstag, 30. Mai 2006, 18:00 - 20:00

Details >>

11. Minisymposium des Zentrums für Umweltgeschichte

Erfahrungen, Konzepte und neue Strategien der Viehseuchenbekämpfung im 18. Jahr-
hundert: Zur Umweltgeschichte der Rinderpest in Nordeuropa

Dominik Hünniger, Kai F. Hünemörder
Graduiertenkolleg Interdisziplinäre Umweltgeschichte, Universität Göttingen

Place / Ort: IFF, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, Seminarraum 4c, 4. Stock
Time / Zeit: Donnerstag, 27. April 2006, 18:00 - 20:00

Details >>

10. Minisymposium des Zentrums für Umweltgeschichte

Natürliche Dynamik und menschliche Nutzung von Flusslandschaften:
Aspekte der Entwicklung der Donau im Machland/OÖ und der Traisen/NÖ
seit dem 18. Jahrhundert

Gertrud Haidvogl, Severin Hohensinner, Sabine Preis
Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement, Universität für Bodenkultur Wien

Place / Ort: IFF, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, Seminarraum 4c, 4. Stock
Time / Zeit: Mittwoch, 11. Jänner 2006, 18:00 - 20:00

Details >>

 

Öffentliches Hearing für die Universitätsprofessur Umweltgeschichte an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) der Universität Klagenfurt, Standort, Wien.

Place / Ort: IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29, 6. Stock, SR 6
Time / Zeit: 23.11.2006, 18:00-20:30 und 24.11.2006, 09:00-11:30

Details >>

Workshop "Disease in Global Environmental History" - Call for Papers

Place / Ort: Department of History, York University, Toronto/Canada.
Time / Zeit: March 9-10, 2007

Submissions for papers are due November 15, 2006.

Details >>

Conference Woodland Cultures in Time and Space: Tales from the Past, Messages for the Future

Place/Ort: Thessaloniki, Greece
Time/Zeit: 3 - 7 September 2007
The first call for papers closes on 27th October 2006

The conference is open to all those interested in trees, woodlands, forests and their cultural, social and economic values.

Details >>

Workshop "Disease in Global Environmental History" - Call for Papers

Place / Ort: Department of History, York University, Toronto/Canada.
Time / Zeit: March 9-10, 2007

Submissions for papers are due November 15, 2006.

Details >>

Umwelttagung Eberhard-Karls-Universität Tübingen Umweltverhalten in Geschichte und Gegenwart:
Vergleichende Ansätze aus Geistes- und Naturwissenschaften

Place / Ort: Intitut für Klassische Archäologie der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Deutschland
Time / Zeit: 30. Juni bis 02. Juli 2006

Details >>

2006 American Society for Environmental History (ASEH) Annual Meeting

"Rivers Run Through Them: Landscapes in Environmental History"

Place / Ort: St. Paul, Minnesota, USA
Time / Zeit: March 29 - April 2, 2006

Details >>

Öffentliches Hearing der Kandidatinnen und Kandidaten für die Universitätsprofessur Umweltgeschichte

am 23. und 24. November 2006

an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) Standort Wien
(1070 Wien,
Schottenfeldgasse 29)

 

Programm:

Donnerstag, 23.11.2006:

18:00-19:00 Verena Winiwarter
„Vom Boden wissen: Perspektiven einer interdisziplinären Umweltgeschichte“

19:30-20:30 Fridolin Krausmann
„Historische Nachhaltigkeitsforschung: Industrialisierung als sozialökologischer Transformationsprozess“

Freitag, 24.11.2006:

09:00-10:00 Frank Uekötter
„Perspektiven einer Weltgeschichte des landwirtschaftlich genutzten Bodens“

10:30-11:30 Jens Ivo Engels
„Umwelt und Macht. Perspektiven künftiger Umweltgeschichte“

Im Anschluss findet die Sitzung der Berufungskommission statt, die dem Rektor der Universität Klagenfurt einen Dreiervorschlag zu unterbreiten hat.

Ort: Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) der Universität Klagenfurt;
1070 Wien, Schottenfeldgasse 29/6, Seminarraum 6.

Back to Events-Top >>



Workshop "Disease in Global Environmental History" - Call for Papers

Place / Ort: Department of History, York University, Toronto/Canada.
Time / Zeit: March 9-10, 2007

Submissions for papers are due November 15, 2006.

Download further information here: Call for Papers.doc

Back to Events-Top >>

Umwelttagung Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Umweltverhalten in Geschichte und Gegenwart:
Vergleichende Ansätze aus Geistes- und Naturwissenschaften

Die Tagung "Umweltverhalten in Geschichte und Gegenwart: Vergleichende Ansätze aus Geistes- und Naturwissenschaften" wird im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Projektes "Das menschliche Umweltverhalten. Eine Synthese archäologischer, naturwissenschaftlicher und ethnografischer Untersuchungen" durchgeführt.

Die leitenden Fragen der Tagung sind: Zu welchen kulturübergreifenden aber auch kulturspezifischen Einsichten über das menschliche Umweltverhalten in Vergangenheit und Gegenwart können wir gelangen? Welchen Beitrag liefern die einzelnen Fächer? Wo existieren bereits und wo bestehen für die Zukunft Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit? Brauchen wir z. B. disziplinenübergreifende Institutionen und Ausbildungsmöglichkeiten zum Thema Umweltverhalten?

Es sollen somit möglichst viele Herangehensweisen an das Thema vergleichend diskutiert werden. Die Tagung wird erstmals eine Plattform bieten, um annähernd das ganze Spektrum derjenigen Wissenschaften zusammenzubringen, die sich mit dem Umweltverhalten von Menschen beschäftigen. Mit Umwelt ist hier in erster Linie an die natürliche Umwelt mit ihren vom Menschen genutzten Ressourcen gedacht.

Website: http://www.uni-tuebingen.de/ufg/umwelttagung.htm
Kontakt: thomas.knopf@uni-tuebingen.de

Ort: Intitut für Klassische Archäologie der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Deutschland
Zeit: 30. Juni bis 02. Juli 2006

Back to Events-Top >>

13. Minisymposium des Zentrums für Umweltgeschichte

Umweltgeschichte im Dialog: Historische Gärten in Österreich von der Renaissance bis um 1930.
Ein kurzer Bericht zur Erforschung der österreichischen Gartengeschichte

Ao. Univ. Prof. Dr. Eva Berger
Institut für Landschaftsplanung und Gartenkunst, TU Wien

In diesem Vortrag soll der reiche noch erhaltene Bestand an historischen Grünflächen in Österreich vorgestellt werden und anhand bekannter und noch kaum bekannter Gärten die Entwicklungsgeschichte österreichischer Gartenkunst aufgezeigt werden.

Eva Berger studierte Kunstgeschichte und Geschichte in Wien und Hamburg. Seit 1984 beschäftigt sie sich am Institut für Landschaftsplanung und Gartenkunst mit historischen Gärten in Österreich. Seit 1987 ist sie Universitätsassistentin am Institut. 2001 hat sie sich an der Technischen Universität habilitiert und unterrichtet seither an der Technischen Universität Wien und an der Universität Wien. Sie arbeitet weiterhin an Forschungsprojekten zur Gartenkunst und Gartendenkmalpflege und veröffentlichte zahlreiche Artikel und Bücher auf diesen Gebieten. Ihre letzte große Publikation ist das dreibändige Werk "Historische Gärten Österreichs: Garten- und Parkanlagen von der Renaissance bis um 1930".


Ort: IFF, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, 6. Stock, Seminarraum 6.
Zeit: Mittwoch, 20. Dezember 2006, 18:00 - 20:00 Uhr.

Back to Events-Top >>



12. Minisymposium des Zentrums für Umweltgeschichte

Umweltgeschichte im Dialog: Interaktionen von Kultur und Umwelt aus kultur- und sozialanthropologischer Sicht

Andre Gingrich
Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien

Der Vortrag verbindet die Diskussion eines ethnografischen Beispiels mit theoretischen Überlegungen zu Interaktionen von Kultur und "Natur".

Das ethnografische Beispiel erörtert drei Muster von umwelt-relevanten Praktiken bei den nördlichen Khawlan im saudisch-jemenitischen Grenzgebiet. In diesen bergbäuerlichen Gemeinden (1.600 - 2.300 m.ü.M.) wird Regenfeldbau auf schmalen Terrassentreppen für den Eigenbedarf (v. a. Getreide) und für den Marktverkauf (Kaffee, Qat) betrieben, ergänzt um Sammel-Tätigkeiten (Holz, Kräuter), Weide-Viehzucht (Zeburinder, Kleinvieh) und Imkerei. Die Khawlan sind als Föderation von bewaffneten Stämmen (qaba'il) organisiert.
Die drei diskutierten Muster umweltrelevanter Praktiken bei den Khawlan sind a. die Beobachtung eines örtlichen, mündlich tradierten Sternenkalenders für die Abfolge der agrarischen Tätigkeiten; b. die tabuisierte Meidung bestimmter Zonen als Schutz vor bösen DämonInnen; c. das demütige Hegen und Pflegen der "wilden" Fauna und Flora am Berggipfel als Sphäre göttlicher Gnade.

Aus dieser Fallstudie werden methodische und theoretische Schlussfolgerungen abgeleitet. Methodisch können (und müssen, angesichts des Mangels an archäologischen Daten) aus dem ethnografischen Präsens heraus umwelt- und agrargeschichtliche Hypothesen abgeleitet werden. Diese erfordern ihrerseits eine Verfeinerung der vorhandenen theoretischen Instrumentarien: Den Möglichkeiten und Grenzen, welche für örtliche Kulturen seitens der Umwelt gesetzt werden, stehen seitens des Kulturellen auch interaktive und veränderliche, aber ebenso stimulierende wie auch Grenzen setzende Prämissen gegenüber.
Ohne ein Verständnis dieser höchsten Werte vor Ort ist "Umweltgeschichte" also nicht zu erschließen. Die Rekonstruktion solcher lokaler kulturell bedingter Werte und Praktiken, aus deren Logik heraus eigene Wirkungen auf die Umwelt erschließbar sind, ist daher auch eine Aufgabe der Umweltgeschichte.

Ort: IFF, Schottenfeldgasse 29, Seminarraum 3, 3. Stock
Time: Dienstag, 30. Mai 2006, 18:00 - 20:00

Back to Events-Top >>

 



11. Minisymposium des Zentrums für Umweltgeschichte

Erfahrungen, Konzepte und neue Strategien der Viehseuchenbekämpfung im 18. Jahrhundert: Zur Umweltgeschichte der Rinderpest in Nordeuropa

Dominik Hünniger, Kai F. Hünemörder
Graduiertenkolleg Interdisziplinäre Umweltgeschichte, Universität Göttingen

Tierseuchen stellten im 18. Jahrhundert eine ernst zu nehmende Bedrohung für Gesellschaft und Wirtschaft in ganz Europa dar. In immer wiederkehrenden Zügen nahmen sie Einfluss auf Landwirtschaft, Handel und gesellschaftliches Leben der betroffenen Gebiete. Die enormen Viehverluste hatten nicht nur Auswirkungen auf die Milch- und Fleischversorgung, sondern auch auf die Düngerbilanz ganzer Regionen. Die Bekämpfung von Viehseuchen zählte somit in der Frühen Neuzeit zu den zentralen Anliegen agrarisch strukturierter Gesellschaften. Umso erstaunlicher ist es, dass die Beschäftigung mit der Geschichte der Viehseuchen und ihrer Eindämmungsversuche bisher ein Desiderat geblieben ist. Innerhalb des DFG-Graduiertenkollegs "Interdisziplinäre Umweltgeschichte" an der Georg-August-Universität Göttingen beschäftigen sich ein Dissertations- und ein Postdoc-Projekt mit Aspekten der Viehseuchenbekämpfung im 18. Jahrhundert.


Im Rahmen des ZUG-Minisymposium soll der Rinderpest als ökonomisch und gesellschaftlich bedeutendster Haustierseuche nachgegangen werden. Im Mittelpunkt der Präsentation von Dominik Hünniger steht zunächst die Erfahrungsgeschichte einer konkreten Region mit den Viehseuchen und deren Bekämpfung. Anhand der Herzogtümer Schleswig und Holstein werden erste Ergebnisse des Dissertationsprojektes zum Mensch-Umwelt-Verhältnis präsentiert und zur Diskussion gestellt. Dabei wird es weniger um den anthropogenen Einfluss auf die Umwelt gehen als vielmehr um die Wirkung von "Natur" auf Gesellschaft und Wirtschaft, genauer: um die Frage, wie "natürliche" Phänomene (wie das Seuchengeschehen) der Ressourcennutzung und dem täglichen Umgang mit der Umwelt Grenzen setzten. Fragen nach dem Krisenbewältigungsverhalten der betroffenen Bevölkerung und dem Handeln einzelner Akteursgruppen in Hinblick auf Ökonomie, Herrschaft und Umwelt stehen dabei im Mittelpunkt. Wie etwa wurden die obrigkeitlichen Seuchenschutzverordnungen umgesetzt bzw. ausgehandelt? Wie interagierten Einwohner, örtliche Verwaltungsinstanzen und die überregionale Regierung im Angesicht von Viehverlusten, die innerhalb weniger Jahre in die Hunderttausende gingen?


Im zweiten Teil der Präsentation wird Kai Hünemörder zwei besondere Eindämmungsstrategien erläutern, die sich im Verlauf der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Nordeuropa herauskristallisierten und neue Perspektiven eröffneten. Im intensiven Austausch der Landesadministrationen mit den (häufig humanmedizinisch vorgebildeten) "Experten" gewann mit der Inoculation in den 1760er Jahren zunächst eine medizinisch geprägte Strategie an Bedeutung. In vielen stark betroffenen Gebieten wurden mit obrigkeitlicher Unterstützung umfangreiche Impfversuche durchgeführt. Zeitgleich wuchs die Offenheit in den vom Kameralismus geprägten Kreisen für verschiedene Modelle von Viehversicherungen. Diese volkswirtschaftliche Strategie zielte darauf ab, den Bauern nach Verlusten von zum Teil über 90% ihrer Rinder den Wiederaufbau der notwendigen Viehbestände zu erleichtern. Das Phänomen der Seuchenabwehr verweist damit auf allgemeine Tendenzen der Auseinandersetzungen frühneuzeitlicher Territorien mit den prekären Naturverhältnissen.


Ort: IFF, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, Seminarraum, 4c, 4. Stock
Zeit: Donnerstag, 27. April 2006, 18:00 - 20:00

Back to Events-Top >>

 



2006 American Society for Environmental History (ASEH) Annual Meeting, St. Paul, Minnesota

Rivers Run Through Them: Landscapes in Environmental History

The program committee for the joint meeting of the American Society for Environmental History and Forest History Society invites panel, paper, and poster proposals for its March-April 2006 meeting in St. Paul, Minnesota. Proposals may address any area of environmental history, but in keeping with the conference themes the committee specifically solicits submissions examining the place of landscapes in environmental history. The conference site, hard by the Mississippi River, is a perfect setting in which to discuss the role of water in defining landscapes, natural and built, and their intersection and evolution. The committee encourages the formation of panels that might focus on the following broad themes:

  • Water and watersheds - The Mississippi's impact on the development of North America has been immense, and other river systems here and abroad have profoundly influenced the course of life within their bioregions.
  • Cross geographical and transnational boundaries - Landscapes do not necessarily recognize political boundaries but are often determined by them. Issues such as pollution, wildlife, global climate, population, among others, ought to be discussed across boundaries and borders.
  • Land-use and landscape histories - Land-use histories are some of the most useful points of reference that inform present decision-making. A growing international focus on valuing historical landscapes is sure to affect political discussions.
  • Cross-disciplinary landscapes - Environmental history is a product of a transforming intellectual landscape. From the first it has experienced changes in shifts in scholarly emphasis, intensified interactions with other disciplines, from cultural and urban studies to the natural and social sciences, each of which has helped reinvigorate this stillyoung field.
Website: http://www.h-net.org/~environ/ASEH/conferences.html

Place: St. Paul, Minnesota, USA
Time: March 29-April 2, 2006

Back to Events-Top >>

 



10. Minisymposium des Zentrums für Umweltgeschichte

Natürliche Dynamik und menschliche Nutzung von Flusslandschaften:
Aspekte der Entwicklung der Donau im Machland/OÖ und der Traisen/NÖ
seit dem 18. Jahrhundert

Gertrud Haidvogl, Severin Hohensinner, Sabine Preis
Institut für Hydrologie und Gewässermanagement, Universität für Bodenkultur Wien

Die historische Entwicklung der Wechselwirkungen zwischen der natürlichen Charakteristik und Dynamik von Flusslandschaften und deren menschlicher Nutzung kann aus verschiedensten Perspektiven betrachtet werden. Im Rahmen dieses Vortrages steht ein ökologischer Ansatz im Mittelpunkt.

Anhand des Beispiels der oberösterreichischen Donau im Machland werden Analysen zur natürlichen morphologischen Dynamik im 18. und 19. Jahrhundert vorgestellt und darauf aufbauend die Veränderungen durch Regulierung und Kraftwerksbau untersucht. Als Datengrundlage dienten auf detaillierten Vermessungen basierende Karten, die mit Hilfe von computergestützten Verfahren ausgewertet wurden. Die Analyse von historischen Quellen liefert vor allem für große Flüsse, deren natürliche Charakteristik heute durch vielfache Eingriffe meist vollkommen verändert ist, wertvolle Erkenntnisse über natürliche hydrologische und morphologische Prozesse.

Weiters wird im Rahmen des Vortrags die Entwicklung der Landnutzung im natürlichen Überflutungsgebiet von Flüssen dargestellt. Als erstes Fallbeispiel dient ebenfalls die Donau im Machland. Hier wurde die Änderung der Landnutzung und deren Anpassung an die natürlichen Verhältnisse im Überflutungsraum für die Zeitpunkte 1830, 1870 und 2000 mit Hilfe von GIS analysiert. Weiters wurde untersucht, wie die natürliche Dynamik der Donau die Landnutzung beeinflusste und welche Veränderungen sich durch die, in diesem Abschnitt zwischen 1832 und 1859 erfolgte, Regulierung der Donau ergaben.

Schließlich wird die Entwicklung der Landnutzung in drei ausgewählten Gemeinden (Lilienfeld, St. Pölten und Pottenbrunn) entlang der Traisen, einem rechtsufrigen Donauzubringer in NÖ, dargestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Beginn der Siedlungstätigkeit in Überflutungsräumen sowohl mit den natürlichen, topographischen Verhältnissen als auch mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung einer Region in Zusammenhang steht. Einen wesentlichen Einfluss hatten darüber hinaus Hochwasserschutzmaßnahmen, die vor allem im städtischen Raum eine nahezu vollständige Verbauung der Überflutungsräume förderten. Als Folge wurde die natürliche Habitatvielfalt der Flusslandschaften vollkommen verändert und die natürlichen morphologischen Prozesse unterbunden.


Ort: IFF, Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, Seminarraum, 4c, 4. Stock
Zeit: Mittwoch, 11. Jänner 2006, 18:00 - 20:00

Back to Events-Top >>

 

       
 
Zuletzt aktualisiert: 28.9.2007

       
  • English •    • EHDA • Home  • Events  • Wahlfachbündel  • Mitarbeiter/innen  • Projekte  • Links  • Kontakt •