Peter Fleissner
Entgrenzte Labors
 

Soziale Kompetenz und emotionales Lernen werden auch im Zeitalter der Neuen Medien unverzichtbare Bestandteile der Wissensvermittlung sein. Erst dadurch wird in der Informationsgesellschaft eine Balance zwischen dem Lehrplan der Computertechnologie, der Kälte des Mediums, dem rasch anwachsenden Berg von kontextarmen Informationen einerseits und den kreativen Fertigkeiten der Menschen andererseits hergestellt.

Von der Redaktion der iff-texte wurde mir die Frage gestellt: Wie verändern die Neuen Medien die Wissenschaft? Einem ersten Impuls folgend, wollte ich sofort eine dieser stromlinienförmigen Antworten geben, nach dem Muster: Natürlich, Informations- und Kommunikationstechnologien zeigen ihre Wirkungen, die sich aufzählen lassen. Es existiert schon jede Menge an Artikel und Bücher, die sich mit dieser Frage beschäftigen und von denen abgeschrieben werden könnte. Auch die eigenen Erfahrungen könnten in die Waagschale geworfen werden. Denn diese Frage ist verführerisch. Suggeriert sie doch schon die Möglichkeit eines kausalen, vielleicht sogar eindeutigen Zusammenhangs zwischen Ursache (Neue Medien) und Wirkung (auf der Ebene von Wissenschaft), und damit einen Weg der schnellen und pflegeleichten Beantwortbarkeit. Im affirmativen Fall etwa von der Art: Die wachsende Verbreitung des Internet beschleunigt die kreativen Prozesse im Wissenschaftsbereich und erhöht so die Produktivität der Forscher und Forscherinnen. Diese Antwort wäre vielleicht sogar eine korrekte Beschreibung an der Oberfläche, könnte aber aus genau diesem Grund zu einer Fehlorientierung führen, wenn sie unmittelbar als konkrete Anleitung zur Herstellung einer erhöhten Kreativität der Wissenschaft herangezogen wird. Die Politik bräuchte dann, folgte sie diesem Vorschlag, nur noch die Verbreitung der Neuen Medien fördern (wie zum Beispiel in den USA vor kurzem vorgeschlagen wurde, Computerhardware an alle Sozialhilfeempfänger zu verschenken) und der gewünschte Erfolg wäre gesichert. So einfach liegen aber die Dinge nicht, denn wir beziehen uns mit der eingangs gestellten Frage auf höchst komplexe Zusammenhänge, die eine bessere Auseinandersetzung verdienen als in meiner hypothetischen Antwort angeführt. Geben wir dies zu, sind wir bereits tief in die Problematik der Beschreibung, Erklärung und letztlich in die Theorie der bewußten Hervorbringung gesellschaftlicher Veränderungen verstrickt.
Meiner Meinung nach geht es darum, auf Basis der heute schon sichtbaren Trends, die positiven und negativen Möglichkeiten einzuschätzen und realisierbare Perspektiven herauszuarbeiten, die uns sinnvolle und vernünftige, menschliche und sozialverträgliche Anwendungen für neue Technologien in der Forschung und im Bildungswesen bieten. Dazu reicht es allerdings nicht aus, nur die technische Ebene zu untersuchen, obwohl sie eine notwendige Voraussetzung für alles weitere ist. Erst die wirtschaftlichen, sozialen, politischen, psychologischen und kulturellen Einbettungen der jeweiligen Technologie bestimmen letztlich über Erfolg und Mißerfolg, von welchem Wertsystem aus auch immer gesehen.

Welche Möglichkeiten haben wir?

Ich möchte daher die eingangs aufgeworfene Frage nach den Auswirkungen der Neuen Medien lieber umformulieren in eine Frage nach dem Möglichkeitsfeld, das sich aufgrund neuer Technologien auftut und nach ihren Rahmenbedingungen. Weiche der Elemente aus dem Möglichkeitsfeld dann realisiert werden, läßt sich vielleicht in erster grober Näherung als das Ergebnis von wiederholt durchlaufenen Tests auf Realisierbarkeit, bezüglich der verschiedenen Schichten der Rahmenbedingungen beschreiben. Eine neue Technologie muß, wenn sie irgendwo in einem Labor erscheint, den Test auf technische Durchführbarkeit bestanden haben. Um auf den Markt gelangen zu können, muß sie den Test der ökonomischen feasibility positiv durchlaufen haben. Diese beiden Tests sind relativ klar zu formulieren. Im ersten Fall wird die Funktionstüchtigkeit eines Gerätes, einer Maschine oder eines Softwarepaketes darüber entscheiden, ob der technologische Test eines Artefakts bestanden wurde. Im zweiten Fall werden sich - im Rahmen der derzeitigen Wirtschaftsverfassung - aus den geltenden Zinssätzen, Preisen usw., die Profitabilität und das Käuferpotential abschätzen lassen, wenn auch immer mit eingeschränkter Genauigkeit und entsprechender Unsicherheit, auf Seiten der Anbieter wie auf Seiten der Nachfrager.
Weitere Ebenen lassen sich angeben, die sich von den vorhergehenden im Grad der Eindeutigkeit unterscheiden und besonders auf den Umstand abzielen, daß es sich bei den Anwendern neuer Technologien um bewußte Menschen handelt. Darunter ist die soziale, die politische und vor allem die kulturelle Ebene als wichtig hervorzuheben. Während auf der technischen und ökonomischen Ebene eine weitgehende Einschränkung der Freiheitsgrade vorherrscht, (es gibt kaum Möglichkeiten für subjektive Variationen) ist auf den letzteren Schichten der Test nicht im Sinne der Vorgängerebenen anwendbar. Kann man hier einfach die Frage nach der sozialen Verträglichkeit stellen? Wird sich eine Kleingruppe für die entsprechende Technologie entscheiden und sie einführen? Ist die Technologie politisch durchsetzbar? Welche Gruppen, Organisationen, Interessensbündel könnten mit welchen theoretischen Folgen rechnen? Wie ist das Feld der Macht strukturiert, in dem die neue Technologie zur Anwendung gelangen soll? Auf der kulturellen Ebene können einerseits mögliche Anwendungsmodelle zur Nachahmung angeboten werden, die bereits anderswo erprobt wurden, aber genauso auch neue Varianten, die im Wissenschaftssystem ausgeheckt wurden. Zusätzlich besteht immer auch die Möglichkeit einer "echten" Neuerung ohne Vorgänger. Tatsächlich wird eine bestimmte Form der Anwendung von neuer Technologie immer Elemente des Neuen wie des Tradierten aufweisen. Zumal es sich gerade bei den Neuen Medien um weitgehend gestaltbare Systeme und nicht mehr um punktuell eingesetzte Technologie, wie etwa eine Dampfmaschine der industriellen Revolution, mit wenig Freiheitsgraden der Gestaltung handelt. Die hier angedeuteten Fragestellungen sollen darauf aufmerksam machen, daß zwischen den letzteren Bereichen zirkuläre Beziehungen bestehen. Die einzelnen Bereiche sind nicht voneinander unabhängig zu denken. Letztlich müssen Manager, die über die Einführung einer Technologie entscheiden, alle Bereiche gleichzeitig berücksichtigen, wodurch abzusehen ist, daß sich immer auch ein nicht rationaler Rest in die Entscheidung einschleichen wird und eine bestimmte Zufälligkeit unvermeidbar ist.

Trends im Umfeld der Neuen Medien

Soweit einige allgemeine methodische Überlegungen. Nun müssen wir aber zur Beschreibung in concreto fortschreiten und nach den zeitgenössischen Trends im sozio-ökonomischen und kulturellen Umfeld fragen. Werfen wir einen kurzen Blick auf unsere gegenwärtigen Rahmenbedingungen: Aus der Sicht der Wirtschaft konstatieren wir durch Ostöffnung und EU-Beitritt sowie durch die erstarkenden Schwellenländer der Dritten Weit Schübe der Globalisierung der Produktion und der Internationalisierung der Märkte. Wir erleben eine Verschärfung des wirtschaftlichen Wettbewerbs, einen Druck, immer neue Technologien zu entwickeln (was erhöhte Anforderungen an das Bildungswesen und die Wissenschaften stellt) und in Arbeit und Freizeit einzusetzen (was einerseits Arbeitsplätze vernichtet, andererseits die Möglichkeit zur Schaffung neuer Jobs bietet - leider in den deutschsprachigen Ländern nur in geringem Umfang). Gleichzeitig wirken Sparpakete, Steuer- und Gebührenerhöhungen, reduzierte Sozialleistungen dämpfend auf das Wirtschaftswachstum und erhöhen die Sorge um den Arbeitsplatz. Vorurteile in der Bevölkerung gegen Ausländer und Randgruppen verstärken sich. Die Gefahr von fremdenfeindlichen Aktionen wächst. Ab und zu hört man wieder Rufe nach dem "Starken Mann". Der Eigennutz gewinnt Oberwasser gegenüber solidarischem Verhalten. Der Staat spart um jeden Preis und die Folgen für die Universitäten bleiben nicht aus. Diese Entwicklung kann man zwar bedauern, sie wird aber für die nächsten Jahre prägend bleiben, wenn die Maastricht-Kriterien als Voraussetzung für die Währungsunion erfüllt werden sollen.
Neben diesen Trends auf der Makro-Ebene, zeigen sich auch auf der speziellen Ebene der Wissensproduktion und -anwendung seit geraumer Zeit neue Muster, also schon vor dem massenhaften Auftreten neuer elektronischer Medien. Sozialwissenschaftler wie Gibbons konstatieren, daß neben dem traditionellen, das auf einer scharfen Trennung der Disziplinen beruht (Mode 1) -wonach es für Forscher hinreichend erschien, sich innerhalb eines Feldes abzuarbeiten - eine neuere Form (Mode 2) auftritt. Sie ist problemorientiert und multidisziplinär angelegt, wird von Akteuren mit unterschiedlichen Interessen durchgeführt, von vielfältigen Sponsoren (öffentlichen, privaten oder private- public partnerships) unterstützt und kann sich in den unterschiedlichsten Formen als Ergebnis niederschlagen. (übliche papers, Bücher, Hypertexte, CDs, CD-ROMs, Videos, Theaterstücke usw.)
Analoges gilt im Bereich der Verwaltung, wo wir sehen, daß die traditionelle Form der Verwaltung, wie sie noch von Max Weber überschwenglich als "rationalste Form der Herrschaftsausübung" gelobt worden ist, kontrastiert wird durch flachere Organisationsformen. Es gibt heute Anzeichen, daß der EDV-Einsatz in den Betrieben und damit auch in den Organisationen des Wissenschafts- und Bildungsbereiches seine Wirkung sowohl auf die Effizienz, als auch auf die Organisationsstruktur zu entfalten beginnt. Bei einzelnen Unternehmen wird die Anzahl der Hierarchieebenen wesentlich reduziert. Das Management reagiert entsprechend mit neuen Konzepten, die Anleihen bei der System-, Informations- und Evolutionstheorie nehmen, um die steigende Komplexität, Vielfalt und Unsicherheit der gegenwärtigen Arbeitsaufgaben zu bewältigen.

Potentiale der Neuen Medien

Nach diesen kurzen Hinweisen auf den gesellschaftlichen Rahmen, können wir uns den Potentialen nähern, die sich durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien auftun. Ein ganz wesentlicher Vorzug dieser Technologien ist die Senkung der Transaktionskosten. Nach dem Transaktionskostenansatz, der im englischsprachigen Wissenschaftsraum seit den 60er Jahren innerhalb der Organisationsökonomie, als Kritik der Neoklassischen Wirtschaftstheorie mit ihren Annahmen der vollständigen Konkurrenz und der vollständigen Information entstanden war, ist nicht nur der direkte Preis einer Ware oder eines Dienstes für das Zustandekommen einer ökonomischen Aktivität relevant, sondern auch alle anderen Aufwendungen, die für das Zustandekommen einer wirtschaftlichen Transaktion anfallen. Die Transaktionskosten müssen bei diesem Ansatz nicht die Form von Geld haben. Sie können sich auch in einem veränderten Arbeitsaufwand oder einer unterschiedlichen Qualität der entsprechenden Aktivität ausdrücken, etwa bequemer für die Nutzer sein. Eventuell wären daher die transaction costs, besser mit Transaktionsaufwand zu übersetzen.
Es ist ziemlich sicher, daß sich durch die neuen 1 & K-Technologien, die laufenden monetären Informations-, Kommunikations- und Organisationskosten stark reduzieren lassen. Ein Vergleich zeigt etwa, daß bei Einsatz von e-mail zur Übertragung einer Nachricht eines bestimmten, nicht zu geringen Umfangs anstelle von FAX (bei einer entsprechend hohen Telefongebühr) die Kosten auf rund 1 Prozent der FAX-Kosten gesenkt werden können. Die Verbilligung stellt dabei aber nur einen, wenn auch wichtigen Teil der Kostensenkung dar: Kommunikationsaktivitäten (wie das Vorbereiten, Senden, Empfangen und Interpretieren von Nachrichten zwischen zwei oder mehreren Parteien), Koordinationsaktivitäten, etwa bei Konsensfindung (Gestaltung, Diskussion, Revision und Erzielung von Zusammenarbeit), Planung (Herstellung von Übereinkünften bezüglich Zeit und Ort gemeinsamer Tätigkeiten und Nutzung von Ressourcen) oder Entscheidung (Schaffung von Verhaltensregeln, Verteilung von Vorschlägen, Aggregation von Präferenzen) lassen sich bequemer durchführen. Informationsaktivitäten, wie das Suchen (Feststellung von Bedürfnissen, Bewertung und Lokalisierung von Ressourcen), Verarbeiten (Filtern, Speichern und Verändern von Informationen) und Interpretation (Verifikation, Analyse und Management von Informationen) sind sowohl was den Zeitaufwand wie auch das zur Verfügung stehende Datenmaterial betrifft, also hinsichtlich Qualität und Quantität, wesentlich günstiger durchführbar als vorher. Berücksichtigen wir nun gleichzeitig die Notwendigkeit des Sparens auf der makro-ökonomischen Ebene, den Druck zur Erhöhung der Forschungsproduktivität, die Möglichkeit veränderter Stile in der Wissensproduktion, in den Organisationsformen unserer Forschungseinrichtungen und in deren Management, bei gleichzeitiger Senkung des Transaktionsaufwandes, so können sich interessante Varianten für den zukünftigen Forschungs- oder Bildungsprozeß ergeben, der immer auch ein Informations-, Kommunikations- und Organisationsprozeß ist.

Varianten der Gestaltung

Unter den angedeuteten Rahmenbedingungen haben die neuen Technologien nicht nur negative Seiten. Sie lassen sich durchaus kreativ für die Wissensproduktion und -aneignung einsetzen. Allerdings nicht unbedingt in den settings der traditionellen Lern- und Lehrformen. Davon könnten einige obsolet werden:

  • Die Universität oder die Schule als einziger Lernort haben ausgedient, da mit PCs und in Zukunft mit NCs (Netzwerk-Computer) von der Wohnung, in einigen Jahren wahrscheinlich auch von jedem Ort der Erde über Satelliten, mobil mit dem weltweiten elektronischen Netz kommuniziert werden kann.
  • Die verstärkte Bedeutung des Individuums, das im Sinne der Postmoderne auf Selbstverwirklichung und Selbstorganisation hofft, kann dazu beitragen, daß Lernen nicht nur in direktem Kontakt, dyadisch, mit einem Lehrer betrieben wird, sondern verstärkt eine eigenständige Aktivität der Einzelnen oder von Gruppen wird.
  • Die elektronische Vernetzung von Fachkollegen und -kolleginnen durch email läßt "entgrenzte Labors" entstehen, die nicht mehr an die gemeinsame physische Anwesenheit gebunden sind. Allerdings bilden sich je nach Fachbereich oder Projektanwendung höchst unterschiedliche Formen der Interaktion aus. In manchen Fällen bleibt der Bedarf nach physischer Kommunikation durchaus erhalten.
  • Elektronische Journale ermöglichen es, den Trend zunehmender Spezialisierung fortzusetzen, ohne an die ökonomische Grenzen der papiergebunden Journale (Verringerung der Leserschaft bei traditionellen wissenschaftlichen Zeitschriften) zu stoßen. Die Produktionszyklen werden kürzer, die Qualitätssicherung über peer review bleibt erhalten. Die weitgehende Anwendung der Hypertextmethode erzeugt aber auch Schwierigkeiten, u.a. sowohl bezüglich des Copyrights als auch wegen der teilweisen Atomisierung von diskursiven Texten.
  • Die Wissensakquisition muß nicht fremdbestimmt, durch Drill und Einpauken, vor sich gehen, sondern kann weitgehend selbstbestimmt erfolgen, unter flexibler Wahl des individuellen Arbeitstempos, durch entsprechende Suchmaschinen, "verteilte intelligente Agenten" (knowbots) mit Zugang zum World Wide Web oder zu CD-ROM-Enzyklopädien oder anderen Lernbehelfen. Allerdings sollte auch die Gefahr nicht übersehen werden, die in der maschinell unterstützten Informationsverarbeitung liegt: Die Agentenkultur könnte auf uns selbst abfärben.
  • Eigenaktivitäten der Studierenden können - wie bisher schon zum Beispiel die Fachbereichsarbeit bei der Matura - von der Universität in stärkerem Umfang als bisher anerkannt werden, wenn bestimmte Qualitätsstandards erfüllt sind, auch wenn sie nicht im Lehrplan stehen.
  • Lehrer und Professorinnen alten Typs werden sich umstellen müssen, da sie nicht mehr in allen Fragen gleichzeitig kompetent sein können. Es werden daher eher "Bildungsmoderatoren" und "Coaches" sein, die den Wissenserwerb bzw. die Wissensproduktion unterstützen. Diese Bildungsmoderatorinnen verfügen über das Wissen, wie Informationen aus der Fülle des Angebots herausgezogen, gefiltert und in sinnvolle Gedankenstrukturen eingebaut werden können, wie sich Lern- und Erlebnisgruppen organisieren lassen, wie emotionales und kognitives Lernen ermöglicht und miteinander verbunden wird.

Natürlich gibt es auch im Reich der elektronischen Medien keinen "free lunch". Den oben genannten Vorteilen stehen Kosten gegenüber, die in der Praxis gegeneinander abgewogen werden müssen. Um nur einige zu nennen: die Kosten des Netzwerkzugangs, die Kosten der computer-literacy, die Kosten für die Neuorientierung der Bildungsmoderatoren und der nötigen physische Veränderungen unserer Bildungs- und Forschungsstätten. Überdies darf nicht vergessen werden, daß die soziale Komponente der Individuen, die Fähigkeit zur Kooperation, die Entfaltung der emotionalen Basis für die Individuen der Zukunft besondere Bedeutung behalten, ja noch wichtiger werden als bisher, da die wachsende Vereinzelung auch die Gefahren der Isolation und singulärer Verhaltensweisen mit sich bringen. Daher sind soziale Kompetenz und emotionales Lernen unverzichtbare Bestandteile des Unterrichts der Zukunft. Erst dadurch könnte in der zukünftigen Informationsgesellschaft eine neue Balance zwischen dem geheimen Lehrplan der Computertechnologie, der Kälte des technischen Mediums und dem unglaublich rasch anwachsenden Berg von kontextarmen Informationen einerseits und den kreativen Fertigkeiten von Menschen andererseits hergestellt werden.

 

Literatur
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http://www.ai.mit.edu/projects/ppp/pubs/95-2-2.html
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0. E. Williamson: The Economic Institutions of Capitalism - Firms, Markets, Rational Contracting. New York / London: Macmillan 1987.


   

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