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Die komplexe Tätigkeit von Lehrerinnen und
Lehrern wird vielfach unterschätzt. Weder Fachdidaktik,
Pädagogik noch Schulentwicklungsforschung können diese
Praxis wissenschaftlich angemessen beschreiben. Die
Forschung muß vielmehr auf der Reflexion von Praxis
aufbauen. Grundlagen dazu bietet die Aktionsforschung.Beziehungen zwischen Wissenschaft
und Praxisfeldern dienen häufig dem Zweck,
universitäres Wissen für praktisches Handeln wirksam zu
machen. Diese Sichtweise geht von der Annahme aus, daß
es einerseits eine relativ klare Trennung zwischen der
Produktion von Wissen (außerhalb der Praxis) und der
Realisierung von Handlungen (innerhalb der Praxis) gibt.
Andererseits soll dieses extern produzierte Wissen aber
für die Weiterentwicklung von Praxis - und zur Lösung
der dort auftretenden Probleme - Relevanz besitzen. In
der erziehungswissenschaftlichen Literatur wurde mehrfach
darauf hingewiesen, daß ein solches Verständnis von
Wissenstransfer umso dysfunktionaler erscheint, je
komplexer Praxisfelder sind. Wissenschaft kann jedoch
auch in das Bildungswesen intervenieren, indem sie die in
der Praxis Tätigen (Lehrer, Schulleiterinnen,
Verwaltungspersonal etc.) zur Produktion von Wissen
motiviert und befähigt. Weiterentwicklung vollzieht sich
dabei vor allem durch systematische und selbstkritische
Reflexion der Praxis durch die Beteiligten selbst. Dies
wird üblicherweise als Aktionsforschung bezeichnet: Der
Nutzen für die Wissenschaft wird primär darin gesehen,
ein tieferes theoretisches und praktisches Verständnis
der Probleme zu erhalten, die eigene Interventionspraxis
weiterzuentwickeln und professionelle Praktiker und
Praktikerinnen als neue Kommunikations- und
Kooperationspartner für theoretische und praktische
Fragen im Bildungsbereich zu gewinnen.
Eine Kooperation
macht Schule
Wir haben in der
schulischen Aktionsforschung über das Lernen von
Einzelpersonen (Lehrerfortbildung,
Direktorenweiterbildung, etc.) und über das Lernen von
Organisationen (Schulentwicklung) vielfältige
Erfahrungen gesammelt. Auf beiden Ebenen wird die weitere
Professionalisierung des Lehrberufs angestrebt, vor allem
durch Förderung des Erfahrungsaustauschs und der
beruflichen Kommunikation unter Lehrern und Lehrerinnen.
Wir sehen unsere Aufgabe darin, dafür theoretische und
organisatorische Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu
gehört die (Weiter-)Qualifikation von Lehrern und
Lehrerinnen zu eigener Forschungstätigkeit, die
Etablierung von Foren zur Unterstützung dieser
Forschungstätigkeit und eigene Begleitforschung zur
wissenschaftlichen Untermauerung dieses Ansatzes.
1994 begann unsere Zusammenarbeit mit einem Gymnasium in
der niederösterreichischen Gemeinde Schwechat. Nach
einer Ausschreibung, an der sich elf österreichische
Schulen beteiligten, die an der Betreuung eines
Schulentwicklungsprozesses interessiert waren, wurde
diese Schule ausgewählt. Ein wissenschaftliches Team hat
den Entwicklungsprozeß dieser Schule begleitet:
Lehrerinnen und Lehrer entwickelten eine Vision für ihre
Schule, analysierten deren Stärken und Herausforderungen
und legten Entwicklungsfelder fest, die im Laufe des
Schuljahres 1994/95 systematisch bearbeitet wurden.
In dem ersten von drei Seminaren, das die Wissenschaftler
und Wissenschaftlerinnen gemeinsam mit den Lehrerinnen
und Lehrern der Schule veranstalteten, stand die Analyse
des Ist-Zustandes der Schule im Mittelpunkt. Insbesondere
wurden Informationen zu den Themen
"Bildungsziele", "Kommunikation",
"Lernkultur", "Schulklima" und
"Schulorganisation" gesammelt. Zu jedem dieser
zentralen Themen entstand eine Arbeitsgruppe, in denen
nur Lehrer und Lehrerinnen vertreten waren. Sie
formulierten und untersuchten mit jeweils
unterschiedlichen Methoden spezifische Fragestellungen:
So wurden etwa Maturanten und Maturantinnen schriftlich
über Bildungsziele der Schule befragt, Eltern in
Telefoninterviews um ihre Sicht zur Schule gebeten,
Statistiken über Unterrichtsformen an der Schule
erstellt, Lehrer und Lehrerinnen mittels Fragebögen
über ihre Befindlichkeit an der Schule interviewt und
Daten zu relevanten Budgetposten der Schule gesammelt.
Ein zweites gemeinsames Seminar - zum Teil unter
Beteiligung von Schülern und Schülerinnen -
präsentierte die Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppen.
Bereits in dieser ersten Phase des
Schulentwicklungsprojekts wurde über eine Reihe von
"informellen", "atmosphärischen"
Verbesserungen berichtet, die offenbar als Nebenwirkungen
der mit der Ist-Analyse verbundenen Kommunikation
aufgetreten sind. Neben Phasen hohen Engagements gab es
auch Ermüdungserscheinungen, die vor allem für jene
Personen, die eine der fünf Arbeitsgruppen
koordinierten, große Herausforderungen darstellten.
Der Reflexion des abgelaufenen Prozesses und den
Möglichkeiten einer Weiterarbeit an der Schule widmete
sich das dritte Seminar. Hier brachten auch die
wissenschaftlichen Berater ihre Interpretation der
Geschehnisse ein. Sämtliche Arbeitsschritte des Projekts
(Datenerhebungen und Analysen zu relevanten Fragen,
Reflexionen über den Betreuungsprozeß, ...) wurden
dokumentiert, wobei die Schule dafür mehr und mehr
Verantwortung übernahm.
Im Rahmen eines Schulentwicklungsprozesses kommt der
Aushandlung unterschiedlicher Interessen besondere
Bedeutung zu. Wichtig ist vor allem, die Gegensätze
anhand konkreter Situationen kommunizierbar zu machen.
Das folgende Beispiel aus dem Projekt mit dem Gymnasium
in Schwechat illustriert die Komplexität eines solchen
Prozesses und zeigt exemplarisch auch die konkrete
Kooperation zwischen Vertreterinnen der Schule und der
Wissenschaft.
Aktion, Reflexion,
Autonomie und Vernetzung
Im Schuljahr 1996
entstand an der Schule in Schwechat die Idee, eine
"Steuerungsgruppe" einzurichten, über deren
Ziele und Aufgaben jedoch unterschiedliche Ansichten
bestanden. In den Vorgesprächen zur Implementierung der
Steuerungsgruppe kam den wissenschaftlichen Beraterinnen
die Rolle zu, den Gesprächsverlauf zu verfolgen und den
Lehrern und Lehrerinnen sowie dem Schulleiter an
relevanten Diskussionspunkten als "kritische
Freunde" Rückmeldungen zu geben. Die Berater
orteten, daß einige Auffassungsunterschiede -
insbesondere zwischen Lehrern und Schulleiter -
unausgesprochen blieben. Dies führte die Beraterinnen zu
der Hypothese, daß es wichtig sei, die unterschiedlichen
Interessen an der Einrichtung einer Steuerungsgruppe
transparenter zu machen. Sie schlugen deshalb zwei
Analysegespräche zur Frage "Warum will ich eine
Steuerungsgruppe?" vor.
Analysegespräche sind eine in der Aktionsforschung
vielfach praktizierte Methode und zeichnen sich durch
eine klare Rollenverteilung aus: Neben einem Moderator
gibt es meist einen Informationsgeber, der zunächst
seine Sicht der Situation bzw. des Falles skizziert, um
dann auf die Fragen aller anderen Anwesenden einzugehen.
Zudem verläuft ein Analysegespräch nach festen
Gesprächsregeln: Es dürfen nur Fragen gestellt werden,
Kritik und Lösungsvorschläge sind hier nicht zulässig.
Ebensowenig lassen die Moderatoren Kritik und
Lösungsvorschläge zu, die in Fragen verpackt sind.
In einem der beiden Gespräche fungierte der Schulleiter
als Informant, der Fragen beantwortet. Den Lehrern und
Lehrerinnen kam die Rolle der Fragenden zu. Im zweiten
Gespräch wurden die Rollen getauscht: Nun waren ein
Lehrer und eine Lehrerin die Informanten und der
Schulleiter und die anderen Lehrer diejenigen, die die
Fragen stellten. Beide Gespräche wurden von je einem
wissenschaftlichen Berater moderiert, der andere
beobachtete und dokumentierte den Verlauf. Im Ergebnis
zeigte sich, daß die Interessensgegensätze zwischen
Schulleiter und Lehrern geringer waren als ursprünglich
angenommen. Die beiden Gespräche machten zudem klar,
daß im weiteren Prozeß der Lehrkörper bewußter
informiert und berücksichtigt werden sollte.
Schließlich zeigte sich, daß dem Administrator (an
jedem Gymnasium gibt es einen Lehrer, der mit speziellen
administrativen Aufgaben betraut ist) in dem
Entwicklungsprozeß eine wichtige Rolle zukommt und er
deshalb an der Steuerungsgruppe teilnehmen sollte.
Warum haben sich die Analysegespräche hier als adäquate
Intervention erwiesen? Diese Gesprächsform verlangt die
Berücksichtigung von vier Dimensionen: Aktion,
Reflexion, Autonomie und Vernetzung. Das Analysegespräch
trägt dazu bei, den Druck auf eine schnelle Aktion
wegzunehmen, die häufig ohne klare Zielformulierung und
ohne ausreichende Absprache erfolgt. Zudem bietet es die
Chance, die unterschiedlichen Konstruktionen von
Wirklichkeit gemeinsam zu besprechen: die individuellen
Interpretationen werden aus ihrer Autonomie
herausgelockt, die Deutungen und Interessensgegensätze
vernetzt und ein tieferes Verständnis für die jeweils
andere Sichtweise ermöglicht.
Diese vier Dimensionen haben sich ursprünglich aus der
Frage entwickelt, wie Unterricht geplant werden kann, der
einerseits den Schülern und Schülerinnen genügend
Freiräume für eigenes Denken und Handeln gibt
(Autonomie), andererseits aber nicht aus den Augen
verliert, daß bestimmte Ziele und Inhalte (etwa der
Beweis eines mathematischen Satzes) angestrebt werden
sollen und daher die einzelnen Aufgabenstellungen in eine
gewisse - wenn auch flexible - Struktur eingebunden sein
müssen (Vernetzung). Zudem scheint es angebracht, die
Lernenden nicht nur zu möglichst aktivem und
eigenständigern Handeln zu motivieren (Aktion), sondern
sie auch über ihr Handeln kritisch nachdenken zu lassen
(Reflexion).
Über die Unterrichtsplanung hinaus haben sich diese
Kriterien auch als tauglich erwiesen, Professionalität
im Lehrberuf zu beschreiben. Daß diese Dimensionen mit
der Aktionsforschung in Verbindung gebracht werden
können, liegt darin begründet, daß Aktionsforschung
als Musterbeispiel für ein lebendiges Wechselspiel von
Aktion und Reflexion anzusehen ist.
Tradition
bildungsbezogener Aktionsforschung in Österreich
Im deutschen Sprachraum
war Aktionsforschung (häufig mit
"Handlungsforschung" bezeichnet) zwischen 1972
und 1982 äußerst populär. In der Folge nahm jedoch
ihre Bedeutung ab und 1990 war sie als Konzept aus der
sozialwissenschaftlichen Debatte fast völlig
verschwunden. Seit Anfang der achtziger Jahre entwickelte
sich vor allem in Österreich ein neuer Ansatz
schulbezogener Aktionsforschung, der jedoch nicht als
Fortsetzung oder Wiederaufleben der deutschsprachigen
Tradition der Aktionsforschung verstanden werden kann.
Der Haupteinfluß kam von der englischen
"Lehrerforschungsbewegung", mit L. Stenhouse
und J. Elliott als bekanntesten Exponenten. Von Elliott
stammt auch jene Definition, die ebenso für die
österreichische Aktionsforschung gilt:
"Aktionsforschung ist die systematische Untersuchung
beruflicher Situationen, die von Lehrern selbst
durchgeführt wird, in der Absicht, diese zu
verbessern." In dieser Tradition wurden
Aktionsforschungsprojekte in verschiedensten
bildungsbezogenen Bereichen durchgeführt und
dokumentiert: in der Lehrerausbildung, der
Lehrerfortbildung, der Hochschuldidaktik, der
Umweltbildung oder in der Schulentwicklung. Zudem wurden
beachtliche Anstrengungen unternommen, die
Aktionsforschung theoretisch zu positionieren und zu
untermauern. In Österreich wurden größere Tagungen
veranstaltet, in denen Aktionsforschung einen wichtigen
Stellenwert einnahm, das Buch "Lehrer erforschen
ihren Unterricht" wurde in modifizierter Form in
englischsprachiger Version publiziert. Von Lehrern und
Lehrerinnen liegen zahlreiche Fallstudien vor, in denen
die eigene unterrichtliche und schulische Praxis
reflektiert wird. Insbesondere diese Ressource erfreut
sich großer Nachfrage. Die Aktionsforschung ist
mittlerweile zu einem wichtigen Element der
Weiterentwicklung des österreichischen Bildungswesens
geworden.
Symmetrische
Kooperation zwischen Universität und Schule
In dem Projekt mit dem
Gymnasium in Schwechat fand Aktionsforschung auf zwei
Ebenen statt: zum einen untersuchten die Lehrer und
Lehrerinnen der Schule ihre Situation, um den
Weiterentwicklungsprozeß voranzutreiben, zum anderen
setzte sich das Beraterteam mit seiner Intervention in
diesem Schulentwicklungsprozeß auseinander. Diese von
John Elliott (1985) als "first order action
research" und "second order action
research" bezeichnete Unterscheidung deutet an, daß
die beiden Forschergruppen zwar auf unterschiedlichen
Ebenen arbeiten, aber beide als
"Praktikerinnen" agieren. Die
(Haupt)Verantwortung für den Schulentwicklungsprozeß
und das Urheberrecht für die Ergebnisse der eigenen
Forschung bleiben bei der Schule, die Erforschung des
Beratungsprozesses liegt in den Händen der
Wissenschaftler. Dies schließt die Möglichkeit
gemeinsamer oder in gegenseitiger Absprache realisierter
Veröffentlichungen nicht aus. Im Gegenteil, sie können
von herausragender Bedeutung sein, wenn die Diskussion
über fördernde und hemmende Faktoren von Innovationen
an Schulen sowie über Interventionen im Bildungsbereich
in einer größeren Öffentlichkeit geführt werden soll.
Die Publikationen sind ein Beitrag zur
Professionalisierung des Lehrberufs, zur
Weiterentwicklung von Unterrichts- und
Schulentwicklungsforschung und dienen bildungspolitischen
Implikationen für das System "Schule" als
Ganzes. In diesem Sinne verstandene Aktionsforschung ist
ein bewußter Schritt in Richtung "Demokratisierung
von Forschung" (Altrichter), die nicht nur bedeutet,
daß Praktiker und Praktikerinnen (auch) die Forschenden
sind, sondern daß die sie beratenden Wissenschaftler und
Wissenschaftlerinnen auch ihre eigene
(Interventions-)Praxis erforschen.
Ein Einwand gegen eine solche symmetrisch gestaltete
Kooperation zwischen Universität und Schule weist darauf
hin, daß den handelnden Personen äußerst
unterschiedliche Rollen (z.B. mehr/ weniger Forschung)
zugewiesen sind und daß sie unter ganz unterschiedlichen
Rahmenbedingungen agieren. Damit sei die Gefahr
verbunden, daß eine Kultur der anderen aufoktroyiert
wird. Dieser Einwand ist ernstzunehmen. Gerade im
Lehrberuf - sehr viele Lehrer und Lehrerinnen haben
universitäre Studien absolviert - ist die Frage der
Gestaltung der Beziehung zur Wissenschaft von großer
Bedeutung. Professionalisierung muß letzten Endes auch
ein Stück Emanzipation von universitärer Autorität
bedeuten, um in einem nächsten Schritt eine positive
Neukonstruktion dieses Verhältnisses zu etablieren.
Gelingt es der Wissenschaft, selbst zu diesem Prozeß
beizutragen, dann kann sie die tiefe Skepsis, mit der
Theoretikerinnen und Praktiker einander oftmals begegnen,
zu beiderseitigem Nutzen verringern.
Noddings (1992) hat in diesem Zusammenhang die These
aufgestellt, daß der fehlende Dialog zwischen Pädagogik
und Fachwissenschaften über Unterricht und Schule ein
hemmender Faktor auf dem Weg zur weiteren
Professionalisierung des Lehrberufs ist. Schulisches und
unterrichtliches Handeln -wie jede komplexe Praxis -
läßt sich nicht auf einzelne Disziplinen reduzieren.
Wenn es aber keine einzelne Disziplin (Fachwissenschaft,
Fachdidaktik, Pädagogik, Psychologie,
Wissenschaftstheorie, Organisationsentwicklung ... )
gibt, um dieses Handeln wissenschaftlich angemessen zu
beschreiben, dann liegt es nahe, die in diesem Feld
Praktizierenden bei der Entwicklung ihrer eigenen
Standards für professionelles Handeln zu unterstützen.
Wenn jegliche "Metadisziplin" für Unterricht
und Schule obsolet ist, scheint es legitim zu sein,
entsprechende Forschung und Entwicklung auf der Reflexion
von Praxis aufzubauen. Die Praxis der Wissenschaftler ist
von jener der Lehrer nicht grundsätzlich verschieden,
obgleich dies der traditionellen - im Selbstverständnis
beider Gruppen tief verankerten - Rollenverteilung
widerspricht. Mein berufliches Wissen steht jedenfalls in
ganz engem Zusammenhang mit der Offenheit und
Innovationsbereitschaft vieler Lehrer und Lehrerinnen.
Ich habe von ihnen immens viel gelernt - über Schüler
und Schülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen,
Lehrerfortbildung, Schulentwicklung, aber auch über mich
selbst, meine Institution und ganz wesentliches auch
über Wissenschaft und deren Verhältnis zur Praxis.
Vielleicht ist es eine Art Verallgemeinerung der von
Roland Fischer beschriebenen Haltung "Was der
Lehrende vom Lernenden lernen kann" auf jede Art von
Bildungsinteraktion, die professionelle Weiterentwicklung
aller Beteiligten ermöglicht. Vielleicht ist es auch der
Umstand, daß damit Aktionsforschung nicht nur als
Methode, sondern vor allem auch als Haltung verstanden
werden kann, den Praktikern und Praktikerinnen
Professionalität zuzuschreiben. Für die eigene Rolle
als Wissenschaftler und Wissenschaftlerin heißt dies
nicht nur, Reflexion eigener Praxis und Selbstkritik noch
ernster zu nehmen, sondern die angestrebte Symmetrie und
Reflexivität in der konkreten Zusammenarbeit mit den
schulischen Praktikern auch zu leben.
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