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FORSCHUNG



Wir betreiben Organisationsentwicklungsforschung (OE): unsere zentrale Forschungsfrage ist die nach der gesteuerten Veränderung von Organisationen.

Diese Frage gewinnt ihre Bedeutsamkeit aus dem Steuerungsparadox: Entwicklung und Veränderung sind immer eine Eigenleistung des sozialen Systems, das sich verändert. Organisationen lassen sich nicht wie Maschinen in eine bestimmte Richtung zwingen; gleichzeitig bedarf es in einer sich wandelnden Umwelt gezielter und absichtsvoller Veränderung von Organisationen und entsprechender Anstrengungen von Führungskräften, MitarbeiterInnen, BeraterInnen.

Der Kern unseres Selbstverständnisses als OE-Forscher, Lehrende und Organisationsberater liegt in der kreativen Verbindung der gruppendynamisch sozial-psychologischen Fundamente der OE (Cummings/Worley, Schein) mit der organisationstheoretischen Konzeption der neueren soziologischen Systemtheorie (Luhmann, Willke, Simon), einer philosophischen Praxis, die Philosophie nicht ausschließlich oder vorrangig als Denktätigkeit von Individuen sieht, sondern als alltagsrelevanten, reflektierenden Kommunikationsprozess (Heintel) und feldspezifischen Organisationstheorien.


Dieser OE-Ansatz der "Systemischen Organisationsentwicklung" wurde an der iff-Fakultät in Verbindung mit der Denkwerkstatt der Österreichischen Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsberatung (ÖÖGO) über viele Jahre entwickelt. Er ist für uns zugleich theoretisches Fundament unserer Forschung und Praxeologie der Organisationsveränderung.

Systemische OE erscheint uns sehr geeignet, um Organisationen auf nachhaltige Entwicklung einzustellen und daran orientierte Arbeits- und Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Nachhaltige Entwicklung meint dabei, die Organisation und ihre inneren (z.B. Mitarbeiter) und äußeren (z.B. Kunden, Märkte, Ressourcen) Umwelten als Überlebenseinheit zu begreifen. Organisationsentwicklung ist auf die Entwicklung des Systems in seiner Umwelt als Ganzes verpflichtet und nicht der Durchsetzung einer Beobachtungs- oder Interessensperspektive. (z.B. der Sicht des Topmanagements).




Wir bearbeiten unsere Themen in verschiedenen Forschungsprojekten. Einen wichtigen Forschungsbeitrag leisten die im Rahmen der Abteilung entstandenen Dissertationen sowie die in den Lehrgängen verfassten Masterarbeiten. Unsere Beratungsprojekte stellen die wichtigste empirische Quelle dar.

Die eingesetzten Forschungsmethoden basieren auf auf dem Praktikermodell der OE-Forschung.

Die Ergebnisse unserer Forschungen werden publiziert und in Veranstaltungen der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.