Veranstaltungen - Ausstellungen | Einstellungen | ...  



Fremde im Eigenen (Workshop)
Museum und Migration (Tagung)
Eingreifen – Besetzen – Verschieben (Workshop)
Grammatiken des Ausstellens (Workshop)
Dürfen die das? (Sturm, Rollig) (Buchpräsentation)
Ausstellungen|Einstellungen|Entstellungen (Buchpräsentation)
Repräsentation - Intervention. (Workshop)
Geschlechterbilder (Workshop)
Museums und Ausstellungspolitik (Tagung)
Die Macht der Anordnung (Symposium)
 






Ausstellungen | Einstellungen | Entstellungen


Sabine OFFE: Ausstellungen | Einstellungen | Entstellungen. Jüdische Museen in Deutschland und Österreich

Philo-Verlag Berlin, 2000
365 Seiten, öS 423,-/DM 58,- ISBN 3-8257-0191-3,

Veranstaltet von IFF | MUSEOLOGIE und Jüdischem Museum der Stadt Wien
zur Buchpräsentation am Do. 5. April 2001, 19:00, Jüdisches Museum Wien

Sabine Offe beschreibt Jüdische Museen als „hybride“ Institutionen, als Vehikel von vielschichtigen Beziehungen und deren oft bizarre Erscheinungsweisen, Brüche und Widersprüche. Jüdische Museen in Deutschland und Österreich sind immer auch Holocaustmuseen, die das Eigentum derer, die verfolgt und ermordet wurden, für ein Publikum ausstellen, dessen Eltern oder Großeltern zur Generation der NS-Täter gehörten. Sie sind nicht Instanzen einer richtigen oder falschen Erinnerung, sondern Symptome für die Ambivalenzen des Erinnerns und des Vergessens. Als Symptome, so die zentrale These, sagen Jüdische Museen in Deutschland und Österreich weniger aus über die Vergangenheit der Juden als über die Gegenwart der Nichtjuden und deren Umgang mit dem Schulderbe der Geschichte.

Dr. Sabine Offe ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Kulturwissenschaften der Universität Bremen.

siehe >> Service >> Literatur


Aus dem Inhalt:

1.: Irritationen und Geschichtsgeschichten.
Annäherungen.
Tschechische Torarollen in London.
Foto: Czech Memorial Scrolls Centre
2.: Das Gedächtnis der Orte.
Vom Schweigen der Steine.
Modell der Judengasse.
Foto: Jüdisches Museum Frankfurt/M
3. Museum und Identität.
Vergangene und gegenwärtige Zuschreibungen.
Die Neue Synagoge Berlin 1865. Ölgemälde von E. de Cauwer.
Foto: Märkisches Museum Berlin
4. Das Gedächtnis der Leere.
Museumsgebäude und Sprachräume.
Modell von Daniel Libeskind mit „voids“, Jüdisches Museum Berlin.
Foto: U. Hesse
5. Gegenstände und Gedächtnis.
Ausgestellte und entstellte Geschichten.
Die Ewige Lampe der Neuen Synagoge Berlin.
Foto: W. Gregor/Neue Synagoge-Centrum Judaicum
6. Gedächtnis und Projektion.
Von der Ohnmacht des Wünschens.
Davidstern? Fenster aus dem Depot des Jüdischen Museums Hohenems.
Foto: B. Purin
7. Museum als Symptom.
Rituale und Ambivalenzen.
Ehemalige Synagoge/Feuerwehrhaus Hohenems.
Idee und Gestaltung: A. Gisinger,
Foto: F. Ebner









http://www.iff.ac.at/museologie | aktivitäten > veranstaltungen > austellungen einstellungen entstellungen