Veranstaltungen - Eingreifen – Besetzen – Verschieben. Museum und Intervention  



Fremde im Eigenen (Workshop)
Museum und Migration (Tagung)
Eingreifen – Besetzen – Verschieben (Workshop)
Grammatiken des Ausstellens (Workshop)
Dürfen die das? (Sturm, Rollig) (Buchpräsentation)
Ausstellungen|Einstellungen|Entstellungen (Buchpräsentation)
Repräsentation - Intervention. (Workshop)
Geschlechterbilder (Workshop)
Museums und Ausstellungspolitik (Tagung)
Die Macht der Anordnung (Symposium)
 






Eingreifen – Besetzen – Verschieben.



Workshop, Samstag 5. November 2005, 09:00-18:00, IFF | Wien, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29

begleitend zur Intervention Männerwelten | Frauenzimmer in der Dauerausstellung des Wien Museums

Veranstalter: eXponat | Forum für Museologie und visuelle Kultur gem. m. IFF | Museologie
Konzeption und Durchführung: Roswitha Muttenthaler, Regina Wonisch
mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien

Anmeldung erforderlich bis 21. Oktober 2005 unter Anmeldung

Der Begriff Intervention ist meist aus politischen und sozialen Kontexten bekannt: in konfliktträchtigen oder krisenhaften Situationen werden Eingriffe vorgenommen, um Veränderungen herbeizuführen. Es handelt sich um ein differenzschaffendes Vorgehen. In diesem Sinne konnte der Begriff auch in die Kunst- und Kulturszene und schließlich auch ins Museum Eingang finden. Dabei geht es darum, zu einer bestehenden gesellschaftlichen Realität einen wie immer gearteten Kontrapunkt zu setzen, sich zu positionieren. Allerdings sind es vor allem künstlerische Eingriffe, die von den Museen zugelassen werden, wissenschaftlich-kuratorische Interventionen sind sehr viel seltener.
Was wird eröffnet, wenn die Strategie der Intervention in Ausstellungen Eingang findet? Die Intervention Männerwelten | Frauenzimmer im Wien Museum bietet Anlass, eine konkrete Intervention nach ihren Effekten zu befragen, aber auch grundsätzlichen Potenzialen von Interventionen in Museen nachzugehen. Was passiert, wenn in eine bestehende Ausstellung eingegriffen und die Objekte in neue Kontexte eingebettet werden? Fördern die Interventionen eine Auseinandersetzung mit den Ausstellungsinhalten oder machen sie konventionelle Präsentationen nur attraktiver? Kann eine Intervention eine „Schule des Sehens“ sein, durch die das Publikum „verführt“ wird, genauer auf die Präsentationsformen zu schauen und die impliziten Deutungsangebote als solche wahrzunehmen?
Wie ist die Position der Intervenierenden? Geraten sie gegenüber dem Museum in die Rolle der von außen kommenden „StörerInnen“ und KritikerInnen oder sind sie gleichberechtigte DialogpartnerInnen oder etwa dem Museum verpflichtete KuratorInnen?


Programm

09.00 - 09.30
Intervention und Museum. Eine Einführung
Roswitha Muttenthaler / Regina Wonisch, eXponat | IFF

09.30 - 11.00
Intervention als Analyse (Auflösung) geronnener Verschiebung, Verdichtung und Rücksicht auf Darstellbarkeit
Karl-Josef Pazzini, Universität Hamburg

11.00 - 12.30
„Männerwelten und Frauenzimmer“ - eine Interventionsausstellung
Roswitha Muttenthaler / Regina Wonisch, eXponat | IFF

12.30 - 14.00
Mittagspause

14.00 - 17.00
Intervention sei Dank ... Erkenntnis und Lustgewinn durch „Männerwelten und Frauenzimmer“
Workshop im Wien Museum mit Monika Schwärzler, Webster University

17.00 - 18.00
Abschlussdiskussion




ReferentInnen

Karl-Josef Pazzini (Universität Hamburg): Studium der Philosophie, Theologie, Erziehungswissenschaft, Mathematik und Kunsterziehung, Psychoanalytische, gruppendynamische und gruppentherapeutische Ausbildung, seit 1982 in eigener psychoanalytischen Praxis tätig, seit 1993 Professur für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der ästhetischen Erziehung an der Universität Hamburg. Publikationen zu Alltagsästhetik, Sinnlichkeit, Körper, Psychoanalyse, Kunst, Kunstvermittlung, Museum, Bildung. Arbeitsschwerpunkte: Psychoanalyse und Museum, Ästhetische Bildung, Fragen der Darstellbarkeit von Wissen - Lehre in Bezug auf Kunst, Aggressivität der Lehre, Lehre und Eros, Unsinn, Funktion des Vater - Krise der Institutionen - Konzeption von Unterrichtsmaterialien für Kunstpädagogen auf Video, CD-ROM und im Internet.

Monika Schwärzler (Webster University Wien): Professorin an der Webster University Wien und St. Louis/Missouri, USA im Bereich Visual Culture; Professorin an der International Summer School of the University of Vienna; Philosophiestudium (Dissertation über die Ästhetik Schellings); Arbeit am Museum Moderner Kunst Wien; Referentin in postgradualen Lehrgängen (Basel, Wolfenbüttel, Fohnsdorf...) - Mitbegründerin der Thomas K. Lang Gallery an der Webster University; freischaffend in den Bereichen Museologie, Kunsttheorie und Kunstvermittlung.

Roswitha Muttenthaler (eXponat): Kurzbio

Regina Wonisch (eXponat): Kurzbio









Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien | Wissenschafts- und Forschungsförderung

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