Schreibwerkstatt - Museum | Differenz | Vielfalt

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Denk- und Schreibwerkstatt, Drosendorf, 28. Mai - 3. Juni 2007

Museum | Differenz | Vielfalt



Dass Museen als Orte der Identitaetsstiftung und Repraesentation gelten, als Orte, in denen sich Gesellschaften ihrer sozialen und kulturellen Praktiken versichern, inkludiert zentrale Fragen nach der Definitions- und Handlungsmacht.
Welche Geschichten, Bilder und Deutungen auch immer in Museen und Ausstellungen angeboten werden, es sind auch Erzaehlungen und Projektionen zu Maennern und Frauen bzw. deren Verhaeltnis zueinander, zu "Eigenem" und "Anderem" etc. So einfach diese Einsicht ist, Differenzkategorien wie Gender, Race und Class werden in der Praxis noch immer wenig mitreflektiert.
Wie sind Forderungen nach kultureller Diversitaet in die musealen Praktiken des Sammelns, Dokumentierens, Forschens, Ausstellens und Vermittelns zu verankern? Wer ist ermaechtigt, wie auf sich und andere zu schauen? Museen und Ausstellungen sind laengst nicht mehr Orte, wo etwa die adaequate Repraesentation von Frauen oder ethnischen Gruppen mit politischem Aktionismus eingefordert wird. Mit Paradigmenwechseln wie der Verlagerung des Fokus von der Kategorie Frauen auf das Geschlechterverhaeltnis oder der Ueberschneidung verschiedener Differenzkategorien erweiterten sich die Fragestellungen, vielfaeltige Differenzen gerieten in den Blick.

Welche Moeglichkeiten und Strategien gibt es nunmehr, die Wahrnehmung von Doing Gender in der visuellen Kultur zu sensibilisieren und die in Museen eingeschriebenen Diskurse lesbar zu machen? Wie koennen mit aktuellen Diskursen zu Alteritaet und kultureller Diversitaet museale Praktiken im Hinblick auf die Produktionsmacht von Zuschreibungen und kulturellen Ausgrenzungen befragt und unterlaufen werden? Welche Konzeptionen für gender- und diversitaetssensibles Sammeln und Ausstellen koennen entwickelt werden? Darüber koennte in der diesjaehrigen Denk- und Schreibwerkstatt nachgedacht und diskutiert werden.

... Nähere Ausführungen im --> Text von Roswitha Muttenthaler



Modalitäten der Veranstaltung
Die Idee der Denk- und Schreibwerkstatt besteht darin, den TeilnehmerInnen ein Forum für den Austausch zu museologischen Fragestellungen zu bieten. Dabei wird zum einen das individuelle Arbeiten an einem persönlichen Arbeitsvorhaben ermöglicht, zum anderen sollen sich alle ausgehend von ihren Arbeitsschwerpunkten und Interessensgebieten in den gemeinsamen Diskussionsprozess einbringen. Deshalb ersuchen wir, mit der Anmeldung ein Kurzexposé Ihres Arbeitsvorhabens sowie eine knappe Darstellung, wo Sie Anknüpfungspunkte zum Thema "Museum | Gender" sehen, mitzuschicken. Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist auf 15 Personen beschränkt.

Leitungsteam: Roswitha Muttenthaler, Regina Wonisch und Herbert Posch von eXponat. Forum für Museologie und visuelle Kultur sowie Sabine Offe von der Universität Bremen.

Ort: Schloß Drosendorf, 2095 Drosendorf, Österreich (+43-2915/2321-0, fax-40)

Beginn: Montag, 28. Mai 2007, 16:30 Uhr

Ende: Sonntag, 3. Juni 2007, nach dem Mittagessen

Kosten: Der Seminarbeitrag von € 180,- wird mit Bestätigung der Anmeldung fällig.
Die Kosten für Übernachtung mit Halbpension in der Höhe von € 298,- werden vor Ort eingehoben.

Anmeldung: bis 2. Mai 2007 unter herbert.posch@univie.ac.at







Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien | Wissenschafts- und Forschungsförderung

http://www.iff.ac.at/museologie | aktivitäten > schreibwerkstatt > museum genderr (2007)