Schreibwerkstatt - Idee und Konzept

Idee und Konzept
Museum | Fiktion
Museum | Gewalt
Museum | Differenz | Vielfalt
Museum | Wissen | Wunsch
Museum | Raum
Museum | Intervention
Museum | Blick

Die Denk- und Schreibwerkstatt Drosendorf ...




... ist eine einwöchige Veranstaltung, die weitgehend durch die Teilnehmerlnnen selbst gestaltet und bestritten wird.
Im Zentrum steht der Austausch zwischen an museologischer Theoriebildung Interessierten. Im Gegensatz zur Form einer Tagung sind die TeilnehmerInnen eingeladen, auch Projekte, Konzepte und Überlegungen vorzustellen, die noch nicht fertig ausgearbeitet sind. Denn gerade "works in progress" können Anknüpfungspunkte für spannende Fragestellungen bieten. Neben den gemeinsamen Diskussionen haben die TeilnehmerInnen aber auch viel Zeit und Ruhe, um an eigenen Texten und Konzepten zu arbeiten oder informelle Gespräche mit den TeilnehmerInnen zu führen.

Für die Zielsetzung einer museologischen Theoriebildung, basierend auf den konkreten Projekten und Fragestellungen, die die TeilnehmerInnen einbringen, hat sich die Orientierung an einem Thema bewährt. Es geht dabei jedoch nicht darum, eigens einen Text zum Thema zu erarbeiten, sondern das eigene Arbeiten bzw. ein konkret laufendes Vorhaben von dieser Fragestellung her zu betrachten und diskutieren. Die Themen der vergangenen Veranstaltungen - Reliquie, Opfer, Symptom, Ritual, Community, Ironie, Blick und Intervention - sind ein Hinweis darauf, dass es den TeilnehmerInnen und VeranstalterInnen um ein Denken an den Grenzen und Rändern der Museologie, um transdisziplinäre Fragestellungen, um eine museologie sauvage geht.

Die Wahl des Ortes und Schlosses Drosendorf hat mit den Annehmlichkeiten des Ambientes zu tun, mit der Anmutungsqualität des unprätentiösen Schlossquartiers und der reizvollen Landschaft.

Für die Schreibwerkstatt unter dem Thema "Museum | Fiktion" (2009) sind Sabine Offe, Roswitha Muttenthaler, Regina Wonisch und Herbert Posch für die Organisation und inhaltliche Vorbereitung verantwortlich.






















Geschichte der Veranstaltungsreihe "Denk- und Schreibwerkstatt Drosendorf"

Auf der Suche nach einer Geschichte der Museen ...

Erster Anstoß war ein Seminar der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel (BRD), das 1993 unter dem Titel "Museumsgeschichte(n): Gedächtnis Museum" stattfand (Konzept und Leitung: Gottfried Fliedl und Frank Jürgensen).

1994 folgte - ebenfalls in Wolfenbüttel - das Kolloquium "Auf der Suche nach einer Geschichte der Museen", erstmals als gemeinsame Veranstaltung der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel und der Arbeitsgruppe für theoretische und angewandte Museologie. Dabei wurden Untersuchungen zur Museumsgeschichte mit generellen museologischen Fragestellungen verknüpft.
Das Desiderat einer über spezialisierte Einzeldarstellungen hinausgehenden reflexiven Beschäftigung mit der Geschichte des Sammelns, musealer Öffentlichkeit, des Museumsbegriffs und gesellschaftlicher Funktionen wurde auch bei der Folgeveranstaltung "Ägyptomanie - Die Phantasie des Unendlichen" (1995) eingelöst. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Roemer-Pelizaeus-Museum Hildesheim konzipiert.

und einer neuen Arbeitsform ...

Der Wunsch nach einer zunehmend diskursiveren Form der Auseinandersetzung veranlasste TeilnehmerInnen dieser Veranstaltungen eine neue Arbeitsform zu suchen - die Textwerkstatt. Sie ermöglichte individuelles Arbeiten und gemeinsame Diskussionen an Hand eigener aktuell erarbeiteter Texte. Im Vordergrund stand nicht das ausformulierte Referat, sondern die Fragestellungen, die Thesen, das noch unfertig Angedachte, weil darin oftmals ein höheres Potenzial an Diskussionsstoff liegt.
In dieser, immer wieder aktuell und je nach TeilnehmerInnen und Interessen leicht modifizierten Form fand die Veranstaltung seither als Museologische Schreibwerkstatt statt, wo die Teilnehmerlnnen vom gemeinsamen Austausch unterbrochen an ihren eigenen Themen arbeiten. Dabei sollten bereits angedachte Themen im Museums- und Ausstellungsbereich vertieft und ausformuliert werden, an angefangenen Texten und Projekten weitergearbeitet oder ganz Neues begonnen werden.
Da die Schreibwerkstatt immer unter einem Leitthema stand, erhielten die TeilnehmerInnen auch Anregungen und Impulse, die eigene Arbeit unter einem zusätzlichen Aspekt zu betrachten.

Bisherige Themen der Schreibwerkstatt:

Museum | Fiktion (2009)
Museum | Gewalt (2008)
Museum | Differenz | Vielfalt (2007)
Museum | Wissen | Wunsch (2006)
Museum | Raum (2005)
Museum | Intervention (2003)
Museum | Blick (2002)
Museum | Ironie (2001)
Museum | Community (2000)
Museum | Ritual (1999)
Museum | Symptom (1998)
Museum | Institution (1997)
Museum | Reliquie (1996)
Denk- und Schreibwerkstatt Drosendorf

Seit 1997 ist der Veranstaltungsort das Schloss Drosendorf, Konzeption und Leitung liegen bei eXponat. Forum für Museologie und visuelle Kultur (bis 2003 bei der Arbeitsgruppe für theoretische und angewandte Museologie) in Kooperation mit Sabine Offe (Universität Bremen).







Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien | Wissenschafts- und Forschungsförderung

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