Publikationen - Museum zum Quadrat

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Dürfen die Das? [MQ13]


Stella Rollig, Eva Sturm (Hg.)
Dürfen die das ? Kunst als sozialer Raum.
Museum zum Quadrat 13. Wien 2002. Turia & Kant. 230 S. EUR 15,- ISBN 3-3-85132-318-1



Inhalt:
STELLA ROLLIG, EVA STURM: Einführung/Introduction
GERDA AMBROS: Bezugsfelder der philosophischen Reflexion zu Kunst und politischer Praxis
JULIE AULT: Exhibition as political space
MAURICIO DIAS & WALTER RIEDWEG: Alles andere interessiert mich
JEANNE VAN HEESWIJK: How are they going to pursue this?
PIERANGELO MASET: Bewegungsabläufe nervöser Kunstbegriffe
FAY CHEW MATSUDA: My Story... Your Story. .. Whose Story? The Politics of Representation: A Case Study
BARBARA PUTZ-PLECKO: Cooperation - Kunst als potentieller Raum
GERALD RAUNIG: Spacing the Lines. Konflikt statt Harmonie. Differenz statt Identität. Struktur statt Hilfe
STELLA ROLLIG: Zwischen Agitation und Animation. Aktivismus und Partizipation in der Kunst des 20. Jahrhunderts
RUBIA SALGADO: Dürfen die das? Einige Bemerkungen aus der Perspektive der Migrantinnen
MONIKA SCHWÄRZLER: Bedürftige, alter egos, schöne Unbekannte. Vom richtigen Design des Anderen in partizipatorischen Kunstprojekten
GREG SHOLETTE: Some Call It Art. From Imaginary Autonomy to Autonomous Collectivity
GABRIELE STÖGER: Wer schon Platz genommen hat, muss nicht zum Hinsetzen aufgefordert werden
EVA STURM: Woher kommen die KunstvermittlerInnen? Versuch einer Positionsbestimmung
WOLFGANG ZINGGL: Der Aktivismus der Wochen-Klausur


Gemeinschaftsorientierte öffentliche Kunstprojekte sind seit dem Beginn der 90er Jahre auch im deutschsprachigen Raum ein ebenso wichtiger wie umstrittener Beitrag zum zeitgenössischen Betriebssystem "Kunst". Sie haben wesentlich zur Veränderung und zur Ausweitung dessen beigetragen, was heute als "künstlerische Praxis" verstanden wird. Gleichzeitig spielen künstlerisch-kulturelle Prozesse zunehmend auch in jenen sozial-kulturellen Sektoren eine wichtige Rolle, die nicht a priori auf das Kunstfeld hin orientiert sind, zum Beispiel in der therapeutischen Situation oder in der außerschulischen Jugendarbeit...

Unter den Stichworten Kunst im öffentlichen Interesse, Interventionskunst, Sozialkunst, New Genre Public Art oder Partizipation können - bei aller theoretischen Divergenz, unterschiedlichen Absicht und verschiedenen ästhetischen Formulierung - Kunstprojekte gefasst werden, die sich inhaltlich auf gesellschaftlich-soziale Aspekte konzentrieren, einen prinzipiell partizipatorischen und emanzipatorischen Anspruch bei der Arbeit mit so genannten Zielgruppen verfolgen und nicht das "Ergebnis" sondern den Prozess selbst in den Mittelpunkt der künstlerischen Aktion stellen. In der Konsequenz wird in den meisten Fällen der traditionelle Objektbegriff problematisiert, sogar aufgelöst, oft einhergehend mit einer Institutionenkritik und einer interventionistischen Praxis, die nicht den White Cube des Kunstraums sondern den öffentlichen Raum als Forum der Auseinander- und Beziehungssetzung sucht.

Stella Rollig, Wien; Freiberufliche Autorin, Kunstkritikerin und Kuratorin in. 1994 Gründung des "Depot. Kunst und Diskussion" als österreichische Bundeskuratorin für bildende Kunst. Zuletzt kuratierte sie für den steirischen herbst 2000 die Ausstellung " . Video als weibliches Terrain". Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste, München; am Banff Centre for the Arts, Alberta, Kanada und an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz. 2002-2004 Kuratorin für bildende Kunst am O.K Centrum für Gegenwartskunst, Linz, seit 2004 künstlerische Leiterin des Lentos Kunstmuseums Linz.

Eva Sturm, Hamburg; Studium von Kunsterziehung und Germanistik in Salzburg, Linz und Wien. Ausbildung zur Museumspädagogin, 1996 Erziehungswissenschaftliche Dissertation an der Universität Hamburg bei Prof.Karl-Josef Pazzini. 1985-93 Mitarbeit im Projekt "StörDienst. Verein zur Schaffung kultureller Interaktion im Bereich moderner Kunst" v.a. am Museum moderner Kunst Wien. 1990 - 2000 Co-Leitung des Wiener Museologischen Theorieforums "Museum im Kopf"
1991-1996 Co-Leitung von zwei zweijährigen Lehrgängen zur Ausbildung von Kommunikations-KuratorIinnen an Museen/in Ausstellungen. 1993 Co-Kuratorin der Ausstellung "Speicher. Versuche zur Darstellbarkeit von Geschichte/n" im Offenen Kulturhaus Linz. 1993 Internship am Museum of Modern Art New York.
1998-1999 Erwin-Schrödinger-Stipendiatin am New Museum of Contemporary Art New York. Im März 2000 Co-Organisation der Tagung "Dürfen die das? Kunst als sozialer Raum. Art / Education / Cultural Work / Communities" im O.K Centrum für Gegenwartskunst Linz; Forschungsschwerpunkte: Von Kunst aus- Künstlerische Kunstvermittlung; Künstlerisch-edukative Partizipationsprojekte; Sprechen und Schreiben über Kunst.


>> zur Hompage von Eva Sturm/Universität Hamburg
>> Siehe auch Text von Carmen Moersch zu: Dürfen die das ?