Museumsdinge im Gespräch - Chloë Paver

Idee und Konzept
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Bekesi, Payer, Pressl, Winiwarter: Umweltgeschichte Ausstellen...
Chloë Paver: Ein Stück langweiliger als die Wehrmachtsausstellung, ...
Elisabeth von Dücker: Ein ausgestelltes Tabu - Ausstellung „Sexarbeit“
Roland Albrecht: Das Museum der Unerhörten Dinge
Werner Schweibenz: Das virtuelle Museum im Internet
Sabine Offe: „Cultural heritage“?
Renate Flagmeier: Das nomadische Werkbundarchiv
Gottfried Korff: Museumsdinge. Deponieren - Exponieren



Im Gespräch mit Chloë E. M. Paver: "'Ein Stück langweiliger als die Wehrmachtsausstellung, aber dafür repräsentativer': Die Ausstellung 'Fotofeldpost' als Entgegnung zur Ausstellung 'Verbrechen der Wehrmacht'"


Montag 6. Februar 2006, 19.00 Uhr
IFF | A-1070 Wien | Schottenfeldg. 29/4. Stock


Gesprächsführung: Herbert Posch
Veranstaltungsreihe von eXponat und IFF | Museologie


Chloë Paver analysiert den unterschiedlichen Umgang mit einem bestimmten Korpus fotografischer Bilder in öffentlichen Ausstellungen: Fotografien von und über Wehrmachtssoldaten im 2. Weltkrieg.

Ihre Analyse fokussiert auf die Ausstellung "Fotofeldpost. Geknipste Kriegserlebnisse 1939-1945" im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst (2000) und die beiden Ausstellungen "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941—1944" des Hamburger Instituts für Sozialforschung (1995–1999 und 2001–2004).

Sie arbeitet dabei sehr detailliert den unterschiedlichen Umgang mit den Fotografien heraus, die in allen drei Ausstellungen einen zentralen, wenngleich unterschiedlichen Stellenwert hatten. Die mal scharfe, mal fließende Grenze zwischen professioneller und Amateurfotografie kommt dabei zur Sprache. Schließlich stellt sie die These auf, dass eine Reihe von FotohistorikerInnen den Soldaten-Fotografen nicht so sehr analysieren als erst konstruieren ...

Chloë Pavers Aufsatz zu diesem Thema erscheint demnächst in dem Sammelband German Memory Contests: Revisions of the Past in German Identity Discourses since 1990, hrsg. von Anne Fuchs, Mary Cosgrove und Georg Grote (Camden House), Rochester:2006.


Zur Person
Dr. Chloe Paver, Germanistin, Literatur- und Kulturwissenschafterin, promovierte in Oxford. Sie gehört seit 1994 der University of Exeter an, seit 2002 als Senior Lecturer. Gegenwärtig arbeitet sie im Rahmen eines Humboldt Fellowship an der Universität Konstanz mit Prof. Aleida Assmann. Sie ist im Board der Modern Humanities Research Association und Mitglied der Women in German Studies.
Forschungsschwerpunkte sind Literatur und Kultur ab 1945 bis in die Gegenwart, besonders: Deutsche Literatur seit der "Wende", Cultural memory, Repräsentation des "Dritten Reichs" in Literatur und Film in Deutschland und Österreich; Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten und das "Dritte Reich".

... weitere Infos zur Person ...



Bilder der Veranstaltung:

Herbert Posch und Chloe Paver im Gespraech Herbert Posch und Chloe Paver im Gespraech Herbert Posch und Chloe Paver im Gespraech Chloe Paver im Gespraech






Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien | Wissenschafts- und Forschungsförderung

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