Museumsdinge im Gespräch - Elisabeth von Dücker

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Gottfried Korff: Museumsdinge. Deponieren - Exponieren

Im Gespräch mit Elisabeth von Dücker:

Ein ausgestelltes Tabu - „Sexarbeit | Prostitution - Lebenswelten und Mythen“ - die Ausstellung im Museum der Arbeit Hamburg


Montag 14. November 2005, 19.00 Uhr
IFF | A-1070 Wien | Schottenfeldg. 29/4. Stock


Gesprächsführung: Roswitha Muttenthaler
Veranstaltungsreihe von eXponat und IFF | Museologie



Prostitution zählt zu jenen gesellschaftlich virulenten Themen, zu denen es nicht nur extrem divergierende politische Positionen gibt, haeufig gepraegt von Doppelmoral und Tabus. Das Thema findet auch kaum Eingang in kulturelle Repräsentationsorte wie das Museum. Die Prostitution traegt wie die „unsichtbare Hausarbeit“ zum Funktionieren einer Gesellschaft bei - gesellschaftsfähig und ausstellungsüerdig ist sie allerdings nicht.

Das Museum der Arbeit Hamburg hat nunmehr dieses tabuisierte Thema aufgegriffen. Die Kuratorin Elisabeth von Dücker griff mit dem Titel "Sexarbeit" einen Begriff aus der Prostituiertenbewegung auf, mit dem diese rechtliche und soziale Gleichstellung forderte. Die Ausstellung soll ueber Prostitution jenseits eines voyeuristischen oder verharmlosenden Blicks aufklären, zur Auseinandersetzung über Akzeptanz, Ausgrenzung und Ächtung anregen. Sie soll einen Blick hinter die Kulissen werfen, zeigen, was im Schatten des Voyeurismus haeufig unsichtbar bleibt: eine Arbeitswelt zwischen Illusion und Wirklichkeit. Dabei soll an Klischees ohne den moralischen Zeigefinger gekratzt werden. Es wird gefragt, ob Sexarbeit ein Beruf wie jeder andere auch sei.

Im Gespraech mit Elisabeth Dücker soll zentral der Frage nach der Darstellbarkeit von Tabuthemen nachgegangen werden. Wie koennen Objekte und Bilder gezeigt werden ohne die Klischees zu perpetuieren. Wie kann auf visueller Ebene dem gängigen voyeuristischen Blick begegnet werden?

Zur Person
Elisabeth von Dücker:
ist Kuratorin im Museum der Arbeit Hamburg. Sie studierte Kunstgeschichte und Volkskunde und ist seit 1977 „Museumsfrau“ - anfänglich am Altonaer Museum, am Norddeutschen Landesmuseum und seit 1985 am Museum der Arbeit. Ihr Schwerpunkt ist Frauen- und Geschlechtergeschichte. Seit 1985 ist sie auch Mitglied und Koordinatorin im ehrenamtlich tätigen „Arbeitskreis Frauen im Museum der Arbeit“. Zudem ist sie Initiatorin von und Aktivistin im Stadtteilarchiv Ottensen.






Bilder der Veranstaltung:

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Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien | Wissenschafts- und Forschungsförderung

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