Lehre - "Erinnerungs- und Gedenkkultur: Uni & Studierende"

"Studierende 1938 - Forschung und Erinnerung"
"Was Ausstellungen erzählen"
Universitäre Erinnerungs- und Gedenkkultur im 20. und 21. Jh.
"Erinnerungs- und Gedenkkultur: Universität und Studierende"
"Forschungspraktikum: Ausstellung Studierende 1938"
"Ausstellungspraxis II | Vom Konzept bis zur Eroeffnung
"Ausstellungspraxis I | Vom Konzept bis zur Eroeffnung
Erinnerung - Gedenkkultur - Wissenstransfers | Ausstellungskonzepte
Wissen wirksam machen 2
Repraesentation von Gender im Museum
Wissen wirksam machen 1
Mining the museum - Museum und Intervention
Rhetorik des Ausstellens
Formierende Blicke?
Gesten des Zeigens | Museum und Ausstellung
Ausstellungstypologien - Repräsentation, Analyse, Gestaltung
Museums- und Ausstellungsgestaltung

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Erinnerungs- und Gedenkkultur: Die Universität Wien und ihre Studierenden


Lehrveranstaltung (AR, KU, 2st., SS 2008), IFF | Wien
Nr. 190025 (Uni Wien), Nr. 819004 (Uni Klagenfurt)
Mag. Herbert POSCH


Zeit: Mittwoch 10:00-12:00 c.t. teilweise geblockt
Beginn: 5. März 2008
Ort: IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29, 6. Stock (bzw. an verschiedenen Gedenkorten)
Termine:
05.03. 10-12 SR 6
12.03. 09-13,16-21 Uni Wien, dies academicus
02.04. 10-12 SR 4c
09.04. 10-12 SR 6
16.04. 09-13 Währingerstraße 38-42, Spitalgasse 23, Spitalgasse 2-4
23.04. 09-13 Hauptgebäude, Dr.Karl-Lueger-Ring 1 (Ausstellung "Under Construction", Modell "Studierende 1938" in der Aula, Arkadenhof, Siegfriedskopf, Schlick-Denkmal)
07.05. 09-13 SR 3
28.05. 09-13 SR 6
11.06. 09-13 SR 6
18.06. 09-13 SR 6
Anmeldung: Persönliche Anmeldung erforderlich unter herbert.posch@univie.ac.at sowie - kostelose - Mitbelegung an der Universitaet Klagenfurt, begrenzte TeilnehmerInnenzahl

Die Lehrveranstaltung setzt sich mit Formen des Erinnerns (und Vergessens) an der Universität Wien über deren Geschichte in der NS-Zeit und danach auseinander – von generellen Fragen des Gedenkens und Erinnerns bis zur Fragen eines Gedenk- und Erinnerungskonzeptes für die Universität.

In den letzten Semestern hat sich die Universität Wien verstärkt mit ihrer Vergangenheit in der NS-Zeit und den Nachkriegsjahren beschäftigt (zB. letztes Semester Ringvorlesung "Zukunft mit Altlasten - Uni Wien 1945-55").
--> Es geht einerseits darum sich mit bestehenden Beispielen für bisheriges Gedenken und Erinnern an der Universität Wien auseinanderzusetzen – seien es dauerhafte Gedenkformen mit direktem NS-Bezug oder ephemere Formen wie Ausstellungen, Symposien, Interventionen, ... - und darum, diese Formen sowohl im Rahmen universitärer Gedenkkultur als auch in den öffentlichen Diskussionen um öffentliche Gedenkformen und Diskussionen um die NS-Zeit zu verorten.

Im Zuge einer anhaltenden Auseinandersetzung um Tradition, Kontinuität und Brüche der Geschichte der Universität, sollen realisierte Formen diskutiert werden wie z.B.
* Neugestaltung des "Siegfriedskopfes" (Heldendenkmal in der Aula/Arkadenhof) im Sommer 2006,
* "virtuelle" Erinnerungskonzepte wie "Tore der Erinnerung" im Uni-Campus,
* die Umformung des ehemaligen jüdischen Bethauses, später Transformator des AKH, jetzt "Denk-Mal Marpe Lanefesch" im Campus u.a. Formen. Es sollen aber auch allfällige Leerstellen der Erinnerung gefunden werden, u.a.
Zentrale Fragen dabei werden sein: Wie kann die Universität mit den TäterInnen und Indifferenten ("Bystander") umgehen, wie soll der GegnerInnen und Opfer gedacht werden? Was könnten/sollten Inhalte des Gedenkens und Erinnerns sein? Welche Formen und welche Orte wären wünschenswert oder notwendig? Kurz: WEM soll WIE und WO gedacht/erinnert werden? Wie sieht es mit der Erinnerung an vertriebene Lehrende, wie mit der an vertriebene Studierende aus? Repräsentation von Frauen? ...

Neben der Arbeit mit Basisliteratur wird ein Gutteil der Anforderung in "Pionierarbeit" bestehen, da viele der Fragen noch nicht aufgearbeitet sind. In den ersten Lehreinheiten wird die Einarbeitung in das Thema durch Vortrag und gemeinsame Lektüre im Zentrum stehen. Darauf aufbauend werden "Feldforschung" und Erarbeitung der einzelnen Fragestellungen vor Ort erfolgen. Im Anschluss daran wird die Lehrveranstaltung in vier Halbtagesblöcken abgehalten, an denen die TeilnehmerInnen die von ihnen ausgearbeiteten Thesen und Konzepte präsentieren und gemeinsam diskutieren.


Information und Anmeldung:
Mag. Herbert Posch, herbert.posch@univie.ac.at, fon 522 4000-305



Download:
> Denkmäler Wien 9., Währingerstraße 38-43 für 16. April: Überlegungen zur Gedenktafel für Hroeischy und Vollmar [607 kB]
> Aufgabenstellung für 9. April: Lektüre der "Gedenkkultur an der HU-Belin" [109 kB]
> Literaturliste zum Seminar als pdf [0,5MB]
> Einladung zum dies academicus am 12. März 2008 [2,7MB]
> Aufgabenstellung für Beobachtung und Reflexion des dies academicus am 12. März 2008 [77kB]
> Merkblatt Mitbelegung Uni Klagenfurt SS 2008 [119kB]


Hinweise auf interessante Veranstaltungen zum Thema der Lehrveranstaltung:
> 27. Mai 2008, 12 Uhr s.t. Götz Aly (Berlin): Ein Schriftdenkmal für die ermordeten europäischen Juden. Bemerkungen zu einer Quellenedition, INTERAKTIONENVortrag Inst.f.Zeitgesch, Unicampus, SR 1
> 7. Mai 2008, 18 Uhr[3,2 MB] Im Mai 1943 wurde das Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien im Zuge der NS-Wissenschaftspolitik als "Zentralinstitut für Theaterwissenschaft" gegründet. Aus diesem Anlass richtet das Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft folgende Veranstaltungen aus:
7. Mai 2008, 18 Uhr, Eröffnung der Ausstellung "Wissenschaft nach der Mode" - Die Gründung des Zentralinstituts für Theaterwissenschaft an der Universität Wien 1943, Institut für Theaterwissenschaft, Wien 1., Hofburg, Batthyanystiege (7. Mai - 30. September 2008)
Podiumsdiskussion NS-Aufarbeitung an der Wiener Universität am Beispiel der Theaterwissenschaft, Auditorium Maximum der Universität Wien, 7. Mai 2008, 19.30
Fachhistorische Tagung: "Theater/Wissenschaft im 20. Jahrhundert. Politik, Wissenschaft und Praxis szenischer Vorgänge im deutschsprachigen Raum." Nordbuffet, Rathaus Wien, und Eroica-Saal des Österreichischen Theatermuseums, Zeit: 8. Mai 2008 bis 10. Mai 2008, jeweils ab 9.00
> 24. April 2008, 12 Uhr s.t. Stephen Beller (Washington D.C.): Antisemitismus – Neue Perspektiven, INTERAKTIONENVortrag Inst.f.Zeitgesch, Unicampus, SR 1
> 18. April 2008, 14 Uhr Projektauftakt "Rochaden – Systemerhalter, Überläufer und Verstoßene" Kurzpräsentation und Diskussion zu offenen Fragen über die Wiener Völkerkunde während der Zeit des Nationalsozialismus, Inst. f. Kultur- & Sozialanthrolpologie, NIG, 4. Stock, Sitzungszimmer
> 3. April 2008, 12 Uhr s.t. Elke Frietsch (Berlin): Weiblichkeitsbilder im NS. Politik-Kunst–Kultur, INTERAKTIONENVortrag Inst.f.Zeitgesch, Unicampus, SR 1
> 8. April 2008, 19 Uhr Ewa Cwanek-Florek (Universität Rzeszów/PL): Polnische Berühmtheiten im Spiegel der öffentlichen Erinnerung in Wien. Vortrag, Wiss. Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften, 3., Boerhaaveg. 25
> 8. April 2008, 17 Uhr Feierliche Enthüllung des Gedenksymbols "Schlüssel gegen das Vergessen" des Projekts Servitengasse 1938, 9., Servitengasse/Ecke Grünentorgasse
> 31. März 2008, 18:30 Uhr, Buchpräsentation und Vortrag Elisabeth Fritsch: Wie die Pharmazie ein Frauenberuf wurde. Materialien zu den in Wien ausgebildeten und berufstätigen Pharmazeutinnen (1905-1945), IWK, 9., Berggasse 17
> 30. März 2008, 18:30 Uhr, Mikrogeschichten vom "Anschluß", Filmdokumente zur Zeitgeschichte, Österr. Filmmuseum, 1., Augustinerstr. 1
> 26.-27 März 2008 Tagung "Bibliotheken der Uni Wien im NS, UB [87kB]
> 25. März 2008, 19 uhr Ausstellungseröffnung "Bibliotheken der Uni Wien im NS, UB [1,3MB]
> 10. März 2008, 19 uhr Gedenken - Podiumsdiskussion im depot [77kB]
> 10.-13. März 2008 Medizin Uni Wien, Ausstellung "Entlassen" [77kB]
> 12. März 2008, 18:30 uhr Uni Wien und "Anschluß" - Buchpräsentation und Vortrag Walter Sokel
> 13. März 2008, 11uhr Medizin Uni Wien, Denkmalseröffnung und Gedenkfeier [188kb]












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