Lehre - Mining the museum – Museum und Intervention

"Studierende 1938 - Forschung und Erinnerung"
"Was Ausstellungen erzählen"
Universitäre Erinnerungs- und Gedenkkultur im 20. und 21. Jh.
"Erinnerungs- und Gedenkkultur: Universität und Studierende"
"Forschungspraktikum: Ausstellung Studierende 1938"
"Ausstellungspraxis II | Vom Konzept bis zur Eroeffnung
"Ausstellungspraxis I | Vom Konzept bis zur Eroeffnung
Erinnerung - Gedenkkultur - Wissenstransfers | Ausstellungskonzepte
Wissen wirksam machen 2
Repraesentation von Gender im Museum
Wissen wirksam machen 1
Mining the museum - Museum und Intervention
Rhetorik des Ausstellens
Formierende Blicke?
Gesten des Zeigens | Museum und Ausstellung
Ausstellungstypologien - Repräsentation, Analyse, Gestaltung
Museums- und Ausstellungsgestaltung



Mining the museum – Museum und Intervention


Lehrveranstaltung (AR, 2st., WS 2004/05), IFF | Wien

Roswitha MUTTENTHALER, Regina WONISCH


Museen und Ausstellungen sind symbolisch hochbesetzte kulturelle Praktiken und somit auch (umstrittene) Schauplätze gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Das Spannungsfeld von Museum/Ausstellung und Gesellschaft kann unter dem Begriff „Intervention“ ausgelotet werden.
Intervention verstanden im Sinne von Vermitteln, Eingreifen, Einschreiten, Einflussnahme kann zum einen bedeuten, Ausstellungen als Einmischen in aktuelle gesellschaftliche Diskurse zu begreifen. Zum anderen kann es um Strategien gehen, die es sich zum Ziel setzen, in bestehende Ausstellungsdisplays zu intervenieren, um die vorhandenen Repräsentationen zum Thema zu machen oder andere Erzählungen und ästhetische Erfahrungen einzubringen.

Die Lehrveranstaltung wird sich vorwiegend mit den Denkansätzen und Praktiken des Intervenierens in Ausstellungen beschäftigen. Es gibt bereits ein breites Spektrum an Interventionen, die von KünstlerInnen vorgenommen wurden (vgl. James Putnam: Art and Artifact. London 2001). Doch der Fokus der Lehrveranstaltung liegt bei jenen Interventionen, die auf wissenschaftlich museologischer Basis konzipiert worden sind. Grundlage dafür ist die museologische Analyse der vorhandenen Displays: welche Narrative werden vermittelt und mit welchen Präsentationsformen wird dies erreicht. Der Schwerpunkt liegt bei Interventionen, die unter dem gender-Aspekt erfolgen.

In der Lehrveranstaltung wird erst in das Thema durch Vortrag eingeführt, dem folgen Workshops in einer Ausstellung, um mit Methoden der Analyse von Displays bekanntzumachen und darauf aufbauend Interventionsansätze zu entwerfen. Auf dieser Basis sollen die TeilnehmerInnen eigenständig einen Beitrag erarbeiten und präsentieren.

AdressatInnen:
Die LV richtet sich vorzugsweise an Studierende des 2. Studienabschnittes vor allem im Bereich der Kulturwissenschaften und an Ausstellungen und visueller Kultur Interessierte.

Voraussetzungen für Zeugniserwerb und Anrechenbarkeit
Für ein Zeugnis erforderlich ist die kontinuierliche Teilnahme an der Lehrveranstaltung und die Erarbeitung eines eigenständigen Beitrags zum Thema (auch als Teamarbeit). Die LV wird am IFF durchgeführt und von der Universität Klagenfurt angeboten, aber auch von der Universität Wien angerechnet. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an die Lehrverantstaltungsleiterinnen.

Zeit:
Donnerstag 13:30-15:00 s.t. teilweise geblockt

Beginn:
14. Oktober 2004

Termine:
14.10.04 | 21.10.04 jeweils 13:30-15:00 s.t.
28.10.04 | 04.11.04 | 11.11.04 | 02.12.04 jeweils 12:00-15:00 s.t.
09.12.04 10:00-15:30 s.t.

Ort:
IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29, 5. Stock, Seminarraum (bzw. in Ausstellungen)

Information und Anmeldung per mail:
Dr. Roswitha Muttenthaler, roswitha.muttenthaler@univie.ac.at
Mag. Regina Wonisch, regina.wonisch@univie.ac.at
für Rückfragen: Tel. 89998-2730 (Roswitha Muttenthaler)