Lehre - Gesten des Zeigens

"Studierende 1938 - Forschung und Erinnerung"
"Was Ausstellungen erzählen"
Universitäre Erinnerungs- und Gedenkkultur im 20. und 21. Jh.
"Erinnerungs- und Gedenkkultur: Universität und Studierende"
"Forschungspraktikum: Ausstellung Studierende 1938"
"Ausstellungspraxis II | Vom Konzept bis zur Eroeffnung
"Ausstellungspraxis I | Vom Konzept bis zur Eroeffnung
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Wissen wirksam machen 2
Repraesentation von Gender im Museum
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Mining the museum - Museum und Intervention
Rhetorik des Ausstellens
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Gesten des Zeigens | Museum und Ausstellung
Ausstellungstypologien - Repräsentation, Analyse, Gestaltung
Museums- und Ausstellungsgestaltung



Gesten des Zeigens | Museum und Ausstellung


Lehrveranstaltung (AR, 2st., SS 2003)
Roswitha Muttenthaler, Herbert Posch

Die Lehrveranstaltung thematisierte die in Museen und Ausstellungen transportierten kulturellen Erzählungen und Bilder. Ausstellungen können dabei insofern als ein hybrides Medium beschrieben werden, als sich vielfältige Visualisierungsformen kreuzen: Objekte, (bewegte) Bilder, Texte, Ausstellungsarchitektur, Licht etc. Sie verweben sich in einem Raum zu einer dichten Textur, in dessen Zusammenspiel (Geschichts-)Erzählungen und kulturelle Bilder produziert werden - Wahrnehmung wird strukturiert und damit die Auseinandersetzung mit dem Präsentierten angeleitet.

Im Zentrum der Lehrveranstaltung standen diese "Gesten des Zeigens" als vielschichtige Verschneidungen visueller und schriftlicher Zeichensysteme in musealen Repräsentationen. Museale Repräsentationen sollten in Hinblick auf die Produktionsmacht von Bedeutungen und Zuschreibungen befragt werden. Die Aufmerksamkeit sollte auf der Ebene der visuellen Repräsentation liegen, also welche Erzählungen und Bilder werden mit welchen Präsentationsmitteln in welchem Gestus transportiert.

Der erste Teil bestand in einem Informationsinput in Form von Vorträgen, Workshop und gemeinsame Lektüre. In einer nächsten Phase erarbeiteten alle TeilnehmerInnen eigenständig selbstgewählte Schwerpunktthemen, die in vier halbtägigen Blöcken präsentiert und gemeinsam diskutiert wurden.