Lehre - "Repräsentation von Gender im Museum"

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"Was Ausstellungen erzählen"
Universitäre Erinnerungs- und Gedenkkultur im 20. und 21. Jh.
"Erinnerungs- und Gedenkkultur: Universität und Studierende"
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Repraesentation von Gender im Museum
Wissen wirksam machen 1
Mining the museum - Museum und Intervention
Rhetorik des Ausstellens
Formierende Blicke?
Gesten des Zeigens | Museum und Ausstellung
Ausstellungstypologien - Repräsentation, Analyse, Gestaltung
Museums- und Ausstellungsgestaltung



Repräsentation von Gender im Museum


Lehrveranstaltung (AR, KU, 2st., SS 2006), IFF | Wien
Nr. 819.011 (Uni Klagenfurt)
Dr. Roswitha MUTTENTHALER, Mag. Regina WONISCH


Zeit: Donnerstag 13:30-15:00 s.t. teilweise geblockt
Beginn: 9. März 2006
Ort: IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29, 5. Stock (bzw. in Ausstellungen)

Anmeldung: Persönliche Anmeldung erforderlich unter regina.wonisch@univie.ac.at,
begrenzte TeilnehmerInnenzahl

Museen und Ausstellungen werden zwar als populäre Formen der Wissensvermittlung betrachtet, die Bedeutungskonstruktionen erfolgen jedoch in einer sehr komplexen Weise. Denn im Medium Ausstellung kommen sehr unterschiedliche visuelle Medien zum Einsatz, die zu einer dichten Textur verwoben sind. Als konventionelle symbolische Praxis der Bedeutungsproduktion sind Schausammlungen und Ausstellungen auch für die kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung von Interesse.

Wie in jeder kulturellen Praktik spiegeln sich in Museen und Ausstellungen gesellschaftliche und wissenschaftliche Paradigmen wider – egal, ob es sich um dominante Repräsentationen oder "Gegendiskurse" handelt. In der Lehrveranstaltung soll der Frage nachgegangen werden, in welcher Weise im Museumsbereich die Kategorie Gender beim Sammeln, Ausstellen und Vermitteln berücksichtigt wird. Wie sind Frauen und Männer in der Institution Museum und in Ausstellungen repräsentiert? Dabei werden zum einen Praktiken von Museen in den Blick genommen, die die Kategorie Gender nicht oder kaum explizit in ihre Arbeit einbeziehen. Zum anderen wird die Forderung nach Repräsentation von Frauen und des Geschlechterverhältnisses in ihrer historischen Dimension beleuchtet. Das Bestreben, sich in das kollektive Gedächtnis einzuschreiben, manifestierte sich in unterschiedlichen Konzeptionen und Strategien: Frauenmuseen und -ausstellungen oder gendersensiblen Repräsentationen.

Der Schwerpunkt der Lehrveranstaltung liegt bei den Ausstellungsstrategien. Dabei stellt sich die Frage, mit welchen Darstellungsformen welche Geschlechternarrative implizit und explizit vermittelt werden. Wer ist autorisiert, auf wen mit welchen Effekten zu schauen? Und was bleibt ausgelassen? Ziel ist, den Blick für die Repräsentation der Kategorie Gender in der visuellen Kultur zu sensibilisieren und die in den Ausstellungen eingeschriebenen Diskurse lesbar zu machen. Für die kulturwissenschaftliche Analyse der visuellen Zeichensysteme und Textebenen, die in Ausstellungen zum Tragen kommen, werden Ansätze aus unterschiedlichen Disziplinen – Ethnografie, Literaturwissenschaft und Semiotik – herangezogen und auf das Medium Ausstellung „übersetzt“.

In den ersten Lehreinheiten wird in das Thema durch Vortrag, gemeinsame Textlektüre und anwendungsorientierte Workshops in Ausstellungen eingeführt. Die Präsentationen der Arbeiten, die die TeilnehmerInnen eigenständig in Gruppen zu selbstgewählten Themen erarbeiten, sind Ausgangspunkt für weiterführende Diskussionen.


Information und Anmeldung:
Mag. Regina Wonisch: regina.wonisch@univie.ac.at

Termine: 09.03.2006 | 16.03.2006 jeweils 13:30-15:00 s.t.
23.03.06 | 30.03.06 | 27.04.06 | 04.05.06 jeweils 12:00-15:00 s.t. jeweils 12-15 s.t.
11.05.2006 10:00-15:30