Lehre - "Erinnerung - Gedenkkultur - Wissenstransfer"

"Studierende 1938 - Forschung und Erinnerung"
"Was Ausstellungen erzählen"
Universitäre Erinnerungs- und Gedenkkultur im 20. und 21. Jh.
"Erinnerungs- und Gedenkkultur: Universität und Studierende"
"Forschungspraktikum: Ausstellung Studierende 1938"
"Ausstellungspraxis II | Vom Konzept bis zur Eroeffnung
"Ausstellungspraxis I | Vom Konzept bis zur Eroeffnung
Erinnerung - Gedenkkultur - Wissenstransfers | Ausstellungskonzepte
Wissen wirksam machen 2
Repraesentation von Gender im Museum
Wissen wirksam machen 1
Mining the museum - Museum und Intervention
Rhetorik des Ausstellens
Formierende Blicke?
Gesten des Zeigens | Museum und Ausstellung
Ausstellungstypologien - Repräsentation, Analyse, Gestaltung
Museums- und Ausstellungsgestaltung



Erinnerung - Gedenkkultur - Wissenstransfer | Formen der Erinnerung an der Universität Wien


Lehrveranstaltung (AR, KU, 2st., WS 2006/07), IFF | Wien
Nr. 190.025 (Uni Wien), Nr. 919.004(Uni Klagenfurt)
Mag. Herbert POSCH


Zeit: Donnerstag 10:00-12:00 c.t. teilweise geblockt
Beginn: 12. Oktober 2006
Ort: IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29, 6. Stock (bzw. an verschiedenen Gedenkorten)

Anmeldung: Persönliche Anmeldung erforderlich unter herbert.posch@univie.ac.at, begrenzte TeilnehmerInnenzahl

Die Lehrveranstaltung setzt sich mit Formen des Erinnerns (und Vergessens) an der Universität Wien über deren Geschichte in der NS-Zeit und danach auseinander – von generellen Fragen des Gedenkens und Erinnerns bis zur Fragen eines Gedenk- und Erinnerungskonzeptes für die Universität.

Es geht einerseits darum sich mit bestehenden Beispielen für bisheriges Gedenken und Erinnern an der Universität Wien auseinanderzusetzen – seien es dauerhafte Gedenkformen mit direktem NS-Bezug oder ephemere Formen wie Ausstellungen, Symposien, Interventionen, ... - und darum, diese Formen sowohl im Rahmen universitärer Gedenkkultur als auch in den öffentlichen Diskussionen um öffentliche Gedenkformen und Diskussionen um die NS-Zeit zu verorten.

Im Zuge einer anhaltenden Auseinandersetzung um Tradition, Kontinuität und Brüche der Geschichte der Universität, sollen realisierte Formen diskutiert werden wie z.B.
Neugestaltung des "Siegfriedskopfes" (Heldendenkmal in der Aula/Arkadenhof) im Sommer 2006,
"virtuelle" Erinnerungskonzepte wie "Tore der Erinnerung" im Uni-Campus,
die Umformung des ehemaligen jüdischen Bethauses, später Transformator des AKH, jetzt "Denk-Mal Marpe Lanefesch" im Campus u.a. Formen. Es sollen aber auch allfällige Leerstellen der Erinnerung gefunden werden.
Zentrale Fragen dabei werden sein: Wie kann die Universität mit den TäterInnen und Indifferenten ("Bystander") umgehen, wie soll der GegnerInnen und Opfer gedacht werden? Was könnten/sollten Inhalte des Gedenkens und Erinnerns sein? Welche Formen und welche Orte wären wünschenswert oder notwendig? Kurz: WEM soll WIE und WO gedacht/erinnert werden? Wie sieht es mit der Erinnerung an vertriebene Lehrende, wie mit der an vertriebene Studierende aus? Repräsentation von Frauen? ...

Neben der Arbeit mit Basisliteratur wird ein Gutteil der Anforderung in "Pionierarbeit" bestehen, da viele der Fragen noch nicht aufgearbeitet sind. In den ersten Lehreinheiten wird die Einarbeitung in das Thema durch Vortrag und gemeinsame Lektüre im Zentrum stehen. Darauf aufbauend werden "Feldforschung" und Erarbeitung der einzelnen Fragestellungen vor Ort erfolgen. Im Anschluss daran wird die Lehrveranstaltung in vier Halbtagesblöcken abgehalten, an denen die TeilnehmerInnen die von ihnen ausgearbeiteten Thesen und Konzepte präsentieren und gemeinsam diskutieren.


Information und Anmeldung:
Mag. Herbert Posch, herbert.posch@univie.ac.at, fon 522 4000-305

















http://www.iff.ac.at/museologie | aktivitaeten > lehre > gedenken