Lehre - "Was Ausstellungen erzählen"

"Studierende 1938 - Forschung und Erinnerung"
"Was Ausstellungen erzählen"
Universitäre Erinnerungs- und Gedenkkultur im 20. und 21. Jh.
"Erinnerungs- und Gedenkkultur: Universität und Studierende"
"Forschungspraktikum: Ausstellung Studierende 1938"
"Ausstellungspraxis II | Vom Konzept bis zur Eroeffnung
"Ausstellungspraxis I | Vom Konzept bis zur Eroeffnung
Erinnerung - Gedenkkultur - Wissenstransfers | Ausstellungskonzepte
Wissen wirksam machen 2
Repraesentation von Gender im Museum
Wissen wirksam machen 1
Mining the museum - Museum und Intervention
Rhetorik des Ausstellens
Formierende Blicke?
Gesten des Zeigens | Museum und Ausstellung
Ausstellungstypologien - Repräsentation, Analyse, Gestaltung
Museums- und Ausstellungsgestaltung



Was Ausstellungen erzählen - Wege, das Präsentierte zu analysieren


Lehrveranstaltung (AR, KU, 2st., SS 2009), IFF | Wien
Nr. 819.014 (Uni Klagenfurt)
Dr. Roswitha MUTTENTHALER, Mag. Regina WONISCH


Zeit: Donnerstag 10:00-14:00 s.t. teilweise geblockt
Ort: IFF, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 29, 5. Stock (bzw. in Ausstellungen)

Beginn: 12. März 2009

Anmeldung: Persönliche Anmeldung erforderlich unter roswitha.muttenthaler@uni-klu.ac.at,
begrenzte TeilnehmerInnenzahl

Die Vielfalt an Kunst- und Kulturausstellungen ist in den vergangen Jahren in Bezug auf Orte, Inhalte und Präsentationsformen gewachsen. Ausstellungen sind in unterschiedlichem Maß Bildungs-, Kultur- und Eventorte, in der Regel von hohem gesellschaftlichem Prestige. Sie sind populäre Orte der Wissensvermittlung, der Identitäts- und Repräsentationsbedürfnisse, der sinnlichen Erfahrung, der Ereigniskultur. Nicht zuletzt dieses Spannungsfeld ist es, das Ausstellungen für die kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung interessant macht. Welche politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Narrative und Bilder dabei konstruiert werden, ist von gesellschaftlicher Relevanz.

Ausstellungen sind ein spezifisches Medium, das im Zusammenspiel von visuellen und sprachlichen Zeichensystemen in einem Raum entsteht, wobei Inhalt und visuelle Umsetzung untrennbar miteinander verbunden sind, denn sie bedingen einander. Diese Komplexität und die Pluralisierung von Ausstellungsformen stellen große Anforderungen an die Analyse, Interpretation und Kritik des Mediums Ausstellen. Die Lehrveranstaltung mit Übung vermittelt Ansätze und Methoden zur Analyse von Ausstellungen, die aus verschiedenen Disziplinen (Ethnografie, Semiotik, Literaturwissenschaft) stammen und für Ausstellungen adaptiert wurden. Sie werden vor Ort angewandt. Ziel ist es, die komplexe Struktur von Ausstellungen, in der Raum, Objekte, Bilder, Medien, Texte und Präsentationsmittel zu einer Textur verwoben sind, lesen zu lernen. Dies soll befähigen, Ausstellungen als kulturelle Praktiken des Zeigens und Deutens analytisch reflektieren und kritisch diskutieren zu können.

Durch Input, gemeinsame Textlektüre und anwendungsorientierte Workshops wird in Ausstellungstheorie und -praxis mit Schwerpunkt auf Analyseinstrumentarien eingeführt. Die TeilnehmerInnen erhalten dabei die Möglichkeit, die vorgestellten Lektüremethoden selbst in Ausstellungen zu erproben.


Information und Anmeldung:
Dr. Roswitha Muttenthaler: roswitha.muttenthaler@uni-klu.ac.at

Termine: 12.03.09 | 19.03.09 | 26.03.09 | 02.04.09 | 16.04.09 | 23.04.09 jeweils 10-14
30.04.09, 10-16