Ausstellungen - Sonstige Ausstellungsmitarbeit

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Das Kaiserliche Hofmobiliendepot.


"Das Kaiserliche Hofmobiliendepot" (M MD: die Museen des Mobiliendepots)

Leitung: MR Dr. Ilsebill Barta, MR Dr. Peter Parenzan
KuratorInnen der Neugestaltung der Dauerausstellung: Dr. Ilsebill Barta, Mag. Andreas Gugler, Dr. Lieselotte Hanzl, Dr. Eva B. Ottillinger, Dr. Peter Parenzan, Mag. Herbert Posch
Träger: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit/Bnudesmobilienverwaltung und Schloß Schönbrunn Betriebs GmbH.

Hervorgegangen sind die Sammlungen der Museen des Mobiliendepots aus dem kaiserlich-habsburigschen Haushalt, der nicht der Privatbesitz des Kaisers war, sondern als Staatsbesitz nach dem Ende der Monarchie von der Republik Österreich übernommen wurde.

Eine Besonderheit dieser Sammlung ist, daß sie eine Gebrauchssammlung war und teilweise heute noch ist. Aus verschiedenen Hofdienststellen - dem Hofmobiliendepot, der Hofsilber- und Tafelkammer, Hofküche, Zehrgaden, Hofzuckerbäckerei, Hofwäschekammer, Lichtkammer und dem Hofkeller stammt eine Fülle von Gegenständen der Wohn- und Tafelkultur, von Alltäglichem hin zu allerhöchsten Symbolen der kaiserlichen Repräsentation. Diese Zeitzeugen erlauben Einblicke in die persönliche Lebenswelt der Habsburger und vermitteln Eindrücke von der Organisation des Wiener Hofes vom 18. Jahrhundert bis zum Ende der Monarchie 1918.

Das Kaiserliche Hofmobiliendepot

Im Jahr 1747 wurde von Maria Theresia nach dem französischen Vorbild des "garde meuble de la coronne" das Amt des Hofmobilieninspektorats geschaffen, das für die Innenausstattungen der Schlösser zu sorgen hatte. Zu dieser Zeit wurden die einzelnen Schlösser nur mit Mobiliar eingerichtet, wenn sich die kaiserliche Familie dort aufhielt.
Der Hofmobilieninspektor hatte die Aufgabe, den Transport der erforderlichen "Mobilien" zu organisieren und notwendige Reparaturen durchzuführen. Im Laufe der Zeit dehnte sich der Aufgabenbereich auf die Ausstattung aller Hofgebäude aus.
1901 wurde die "Verwaltung des k.u.k. Hofmobilien- & Materialdepots" eingerichtet und für die vielfältigen Aufgaben das Depot- und Werkstättengebäude in der Mariahilfer Strasse errichtet. Schon 1920 eröffnete man eine große Schausammlung, die bis zu ihrer Schließung 1993 fast unverändert bestehen blieb. Nach dem Umbau präsentiert sich das Museum "Kaiserliches Hofmobiliendepot" seit 1998 auf beträchtlich erweiterter Fläche, bei der Neugestaltung wurden auch Teile der alten Schausammlung rekonstruiert.

Kaiserliches Hofmobiliendepot


Publikation:
Posch Herbert, Speicher-Museum-Ausstatter. Das Mobiliendepot im 20. Jahrhundert. In: Vernissage. Das kaiserliche Mobiliendepot. Heidelberg: 1998. S.48-59.