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 'Arisierung' |
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bezeichnet die rassistisch begründete Enteignung jüdischen Vermögens in der NS-Zeit. Nach dem "Anschluß" Österreichs an Nazi-Deutschland im März 1938 wurden auch die österreichischen Juden Opfer der auf Leib und Gut zielenden NS-Verfolgungspolitik. In der öffentlichen Diskussion erfahren zur Zeit diese Vorgänge vor allem im Zusammenhang mit spektakulären Kunstraubfällen eine neue Aktualität. Die staatlichen Beutezüge machten jedoch auch vor den alltäglichen Gegenständen jüdischer Haushalte in Wien nicht halt: Vom Besteck in der Lade bis zu den Erinnerungsfotografien an den Wänden wurde nichts ausgespart.
"zugunsten des Landes Österreich eingezogen"
findet sich als Vermerk in den Akten zur "Arisierung" von acht Wiener jüdischen Haushalten, deren beschlagnahmte Einrichtungen im staatlichen Mobiliendepot eingelagert wurden. Diese Fälle bilden den historischen Ausgangspunkt der Ausstellung. Ungefähr 5000 Objekte wurden 1938 penibel aufgelistet, rund 600 Gegenstände davon ab 1939 inventARISIERT und damit in staatlichen Besitz übernommen. Die Möbel aus diesem Bestand wurden - entsprechend der Funktion des Mobiliendepots - unter anderem an staatliche Dienststellen verliehen. Bis in jüngste Zeit fanden sich Möbel - ohne Wissen der neuen Nutzer - in einfachen Amtsstuben, Ministerien oder in österreichischen Botschaften im Ausland.
"Restitution"
Nur weniges war nach 1945 im Rahmen der Restitution an die Besitzer zurückgegeben worden. Seit einigen Jahren forscht das Mobiliendepot zu diesen Objekten. Noch vorhandene Stücke werden seit 1998 auf Grundlage des Kunstrückgabegesetzes an die früheren Besitzerfamilien zurückgegeben.
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